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Die Momente der Ruhe sind golden
Sonntag Morgen, 9. Juli 2006: Ich stehe im Sonnenschein im Garten und sortiere Socken. Geringelte, hellblaue, schwarze. Im Hochsommer, in der Morgensonne, unter diesem wunderbar blauen Himmel sortiere ich Socken, morgens um halb zehn. Dabei ist gerade nicht Sockenzeit, es ist einfach viel zu heiß, um Socken zu tragen. Socken um diese Jahreszeit produzieren Schweißfüße. Nur Fußballer und fußballbegeisterte Kinder haben im Moment Socken an, logisch.
Deshalb liegt auch dieses nasse, frischgewaschene Knäuel Socken vor mir. Wegen einer Horde Fußballfans, die alle Spieleraufstellungen der aktuellen Spiele bereits morgens vor dem Frühstück aus der Zeitung ausschneiden und sich über den Schreibtisch an die Pinwand hängen. Die Pinwandnadeln springen unter den wachsenden Stapeln regelmäßig ab. Dann liegt der ganze Schreibtisch voller fremdländischer Fußballnamen, aber die meisten Zeitungsschnipsel landen auf dem Boden, unter dem Bett, im Flur.
Sockensortieren macht nicht wirklich Spaß. Die Sonne brennt mir aufs Gesicht. Der Wäscheständer vor mir ist inzwischen mit zahlreichen Sockenpaaren bestückt. Einige Socken sind einsam geblieben. Wie kommt es eigentlich, dass immer wieder einzelne Socken einfach so verschwinden?
Auf einem Ohr höre ich, wie die Fußballfans unserer Familie angefangen haben die heutige Aufstellung im Finale zu diskutieren. Ich glaube, ich könnte mit meinem Schulfranzösisch nicht mal die Namen richtig aussprechen, geschweige denn mir merken. Jakob und Gero haben beide noch gar kein Französisch in der Schule und sprechen die Namen mit einer bewundernswerten Selbstverständlichkeit aus. Über die Italiener fällt kein Wort, denn es ist ja klar, dass Zidane heute Abend das alles kurz mit seinen Superdrippelfußballtricks entscheiden wird.
Die zwei restlichen Kinder, die noch nicht lesen können, springen derweil vergnügt auf unserem Riesentrampolin, das unseren Minigarten in seiner Größe erheblich schrumpfen lässt. Das Trampolin quietscht und knarrt bei jedem Sprung. Ich schaue genauer hin und sehe, wie sich Matthias aus dem Sprung auf den Po fallen lässt. Dabei schreit er jedesmal entzückt "Arschbombe!". Ich frage mich, ob unsere Kinder tatsächlich verroht sind oder ob dieses Vokabular eine Folge von verlängerter Verweildauer in Kindergarten und Hort ist. Oder bedingt das eine etwa das andere? Verrohte Kinder gehen in den Hort. Hortkinder werden automatisch verroht. Interessante Korrelationen.
Die Sonne sticht. Sonntage sind schön. Ich habe Zeit. Keine Termine, kein Druck. Ich kann einfach nur schauen. Ich könnte ewig im Garten bleiben und einfach nur schauen. Aber nach einigen Minuten des Müßiggangs siegt das Gewissen der Hausfrau und ich verabschiede mich von meinen spielenden und diskutierenden Kindern und gehe rein.
Der Anblick unseres Ess-, Wohn,- Küchenzimmers schockt mich kurz. Alles ist hier total vermüllt. Der Frühstückstisch ist noch nicht abgeräumt, die Fliegen haben sich über die offene Marmelade hergemacht, die Zeitung liegt neben dem Sofa, die Schachtel von "Tempo kleine Schnecke" samt Würfeln und Holzschnecken unter dem Sofa. Jemand hat seinen angenagten Müsliriegel auf dem Wohnzimmertisch liegen lassen, daneben ein paar Wachsmalstifte.
Überhaupt liegt hier überall Zeugs herum, auch Socken. Wie machen das eigentlich andere Leute? Die ganzen Erfolgreichen, Klugen, Kompetenten? Haben die alle eine gute Fee, eine Perle, die den Haushalt schmeißt? Muss wohl so sein.
Ich versuche mich zu motivieren und fange mit der Müllbeseitigung an. Ganz systematisch arbeite ich mich von dem Wohn- zum Küchenbereich vor. Zwischendurch verteile ich Apfelsaftschorle an erhitzte Kinder, putze Gretas Dauerschnupfennase und versuche den wackelnden Handtuchhalter zu reparieren. Als ich eine Dreiviertelstunde später an der Spüle die Reste des gestrigen Abendessens aus dem Topf schrubbe, leistet mir unser Neunjähriger Gesellschaft und informiert nun auch mich über die französischen Nationalspielern. Ich versuche interessiert zu wirken. Es gelingt mir nicht. Gero macht es kurz und pilgert dann los, um nach seinem Vater zu suchen, der wahrscheinlich der kompetentere Gesprächspartner in Fußballdingen von uns beiden ist. Ich bin nicht böse, denn die Momente der Ruhe sind golden.
Töpfe trocknen ja prima von selbst. Ich beschließe, dass ich mein Putz- und Aufräumpensum vorerst erfüllt habe. Niemand scheint gerade akut an Hunger zu sterben, der Dreck um mich verstummt. Möglichst unauffällig schleiche in Richtung meines Miniarbeitszimmers. Dabei versuche ich nicht ins Bad zu schauen. Dort braucht man mich bestimmt. Ich lasse das dumme Bad links liegen und gehe zielstrebig ins kleinste Zimmer des Hauses.
Leise schließe ich die Tür zu der restlichen Welt. Noch fallen ein paar Strahlen der Morgensonne in die eine Ecke des Zimmers. Alles leuchtet. Ein Knopfdruck und mein Computer macht dieses wunderbare Geräusch. Er schnurrt mich an und ich komme schon und streichle ihn. Meine Finger fliegen über die Tastatur. Ab und zu ein leises Rauschen aus dem schwarzen Gehäuse, jemand arbeitet für mich. Ich lächle. Ich flirte mit meinem Bildschirm. Ich bin allein in einem leuchtenden Zimmer. Das Leben ist schön.
Christiane Harzer, 38 Jahre
Ich war im Stall
Ich war im Stall! Natürlich bei meinem Pflegepferd Wilhelm (Willi). Ich hab ihn so lieb! Ich geb ihn nie mehr her. Ich habe gestern seine Box sauber gemacht. Da sieht es immer so aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Er hat dazu noch einen Offenstall, da kann er rein und raus. Leider kann ich ihn nicht reiten, er hat eine schlimme Verletzung am Bein. Aber ich habe genug zu tun. Da muß das Reiten nicht immer sein.
Dazu haben wir noch drei Katzenbabys und sechs Dackelbabys. Die Katzen sind so süß! Man kann mit ihnen toll spielen. Die Dackel sind ganz schön anstrengend. Die wollen nämlich alle gleichzeitig auf den Arm. Na ja, es gibt Schlimmeres!
Dann später bin ich nach Hause gegangen und hab Fußball geschaut, leider ist Italien Weltmeister geworden. Egal auf jeden Fall bin ich dann in mein Bett. Das war mein Tag!
Welch ein Tag!
Am Tag des Endspiels in Berlin wurde ich schon sehr früh von der Sonne, die in mein Zimmer schien, geweckt. Welch ein Tag. Deutschland ist WM-Dritter, Prinz Poldi der beste Nachwuchsspieler, Miro Klose der Torschützenjäger, Jürgen Klinsmann wird gefeiert und ICH bin immer noch von der Euphorie im ganzen Land mitgerissen. Fast hätte ich vergessen, dass das Spiel gegen die Portugiesen kein Finale war, denn das Finale war heute. Natürlich war dieses Endspiel zwischen ITALIA und FRANCE auch ohne die deutsche Nationalmannschaft für mich Pflicht.
Seit etwa 4 Wochen bin ich Konfirmandin, das heißt jeden Sonntag um 9 Uhr aufstehen, um pünktlich um 10 Uhr in der Kirchenbank zu sitzen. Doch heute war alles anders, es war Kindergartenfest, der Gottesdienst fand erst um 10.30 Uhr statt und ich saß auf einer Bierbank! Selbstverständlich betete ich für Zinedine Zidane und seine Mannschaft. Ein Weltmeister zum Abschluss seiner Karriere wäre ihm schließlich zu gönnen. Aber stopp !! Neben mir saß meine Freundin Dia, deren Familie aus Italien stammt. Wahrscheinlich müsste ich bei einer Niederlage am nächsten Morgen Traurigkeit oder sogar schlechte Laune ertragen. Andererseits haben uns die Italiener aus dem Rennen geworfen. Doch ich bin nicht sehr nachtragend und so entschloss ich mich unparteiisch zu sein.
Im Anschluss an den Gottesdienst blieb ich noch ein bisschen an diesem Fest und plauderte mit ein paar Freundinnen. Gegen 12.30 Uhr eilte ich dann nach Hause um die sagenhafte Verabschiedung der deutschen Nationalmannschaft am Brandenburger Tor nicht zu verpassen. Welch eine Stimmung, mir standen die Tränen in den Augen. Am liebsten hätte ich vor dem Fernseher mitgejubelt. Nachdem ich mir 10 mal die Wiederholungen aller Interviews angeschaut hatte, drängte mich meine Mutter dazu den Fernseher endlich auszuschalten. Das tat ich dann irgendwann auch, schließlich würde sich der Französisch- und Englischtest am nächsten Tag nicht von alleine schreiben.
Der Rest des Tages verging sehr rasch und unspektakulär, jedoch nicht ganz. Bei meiner abendlichen Dusche vergaß ich völlig die Zeit und somit verpasste ich die ersten 10 Minuten des Fußball WM-Finales am 9.7.2006 in Berlin ( vor meinem Fernseher). Meine Eltern waren irgendwohin "ausgeflogen" und meine große Schwester konnte ja noch nie... eine Uhr lesen !! (Scherz!). Aber immerhin kam ich noch rechtzeitig zur Wiederholung des Treffers von Zinedine Zidane durch den Elfmeter. Es muss ein Geschenk des Himmels gewesen sein, als Materazzi, der den Elfmeter verursacht hatte, den Anschlusstreffer für Italien schoss. Das Spiel entsprach nicht so ganz meinen Erwartungen, sodass ich wieder an die Sprechchöre "Stuttgart ist viel schöner als Berlin" dachte. Außerdem schlief mein Vater, der dann zur Verlängerung wieder zuhause war, auf der Couch ein. Und das hat doch etwas zu sagen !!!
Anja Löffelmann, 13 Jahre

Mein 9. Juli oder wie Possessivpronomen lügen können
MEIN, das weiß doch jeder Drittklässler, ist ein besitzanzeigendes Fürwort und beschreibt unvermissverständlich die Zugehörigkeit von irgendwas zu irgendwem. Wie, also kann MIR dieser 9. Juli gehören, der gerade eben mit den Ziffern "0:00" an der hell beleuchteten Digitalanzeige in die Startlöcher ging auf der wohl zur Zeit medienwirksamsten Straße Berlins, der sogenannten Fanmeile, angesichts einer vieltausendköpfigen Menge, die lautstark diesen Tag und das Geschehen als unser reklamierte.
Noch taumelte alles siegestrunken und wenn auch die Gesänge der letzten Stunden deutlich unmelodischer klangen, das Fähnchenschenken weniger an den Einmarsch der Nationen bei Olympia erinnerte und die Freudentänzer mangels Masse nur noch Einzelkämpfer waren, Deutschland hatte SEINEN, nein UNSEREN, also doch wohl auch MEINEN Platz in der Welt erobert. Wenn auch nur den dritten. Macht nichts - Freude schöner Götterfunke!
Langsam verglühten die letzten Wunderkerzen, die Böller verhallten und der Autokorso verschwand in der lauen Berliner Nacht.
Und nach so einem Ereignis geht man so einfach ins Bett? Ja, man geht, denn um 3.00 Uhr klingelt der Wecker, der Nachtbus fährt um 4.19 Uhr und der Flieger startet pünktlich um 7.15 Uhr in den blassen Himmel über einem zwie gespaltenen Berlin. Während die Einen gar nicht mehr aufhören wollen in bierseligen Worten von unserem Sieg zu schwärmen, haben die Anderen schon auf der Parkbank ihren Platz gefunden, um den Traum von Schwarz-Rot-Gold zuende zu träumen. Von den Millionen, die für diese Nacht oder gar generell von Fußball genug haben, reden wir hier nicht.
In den Schächten der U-Bahn ist eine merkwürdige Stille. Müde Gestalten hüllen sich in die wärmende Fahne der Nation und Zeitungsboten huschen an die Kioske, um die in großen Lettern verewigte Botschaft von den "Weltmeistern der Herzen" an den Ort ihrer Kunden zu bringen. Es ist alles gesagt, alles gesungen und das Wir-Gefühl verbindet uns auch in dieser Nacht, die nun schon ein junger Morgen ist, der am Abend, einer anderen Nation Stolz und Genugtuung bringen würde. Wer, das würden wir bald wissen.
Das Flugzeug ist eine fußballfreie Zone und auch Basel zeigt keinerlei symbolträchtige Zeichen. Grinsten einen nicht von den Titelseiten der Sonntagsgazetten die siegreichen "Klinsmänner" an, man könnte an einen Traum glauben.
Es ist Sonntag, der 9. Juli, und mittags ist die Batterie endgültig leer. Der Berliner-Cocktail aus Bildern, Emotionen, Musik und Menschen lässt in seiner Wirkung nach und der Kopf signalisiert Ruhepause, denn noch war kein endgültiger Abpfiff bei der Fifa. Um 20 Uhr standen die Kämpfer aus Italien und Frankreich auf dem Rasen, den wir gut 24 Stunden vorher bestaunt hatten von draußen, versteht sich. Und sie gaben ihr Bestes, wir auch. Allerdings jetzt auf dem häuslichen Sofa, ein richtiges Bier aus einem richtigen Glas in der Hand, wobei die Erinnerung an 4 Euro für 0,4 l Berliner Kindl aus dem Plastikbecher noch einmal wehtaten. Fangesang drang nur zaghaft an unser Ohr, die Nachbarn drei Häuser weiter sind Franzosen Italiener wohnen offenbar nicht hier.
Aber irgendwann war auch das Drama vorbei. Wir hatten geschwankt zwischen den großen Helden Europas, auf jeden Fall waren wir uns einig: es war ein 9. Juli, den niemand so schnell vergessen würde. Er hatte in den Gesichtern deutliche Spuren hinterlassen. Das Strahlen der Sieger, die Enttäuschung der Verlierer. Und ein Blick in den heimischen Spiegel zeigte auch ganz unbarmherzig es war Zeit zu Bett zugehen und der WM Adieu zu sagen.
"MEIN" 9. Juli? Wenn ich so recht überlege, gehört er wie eigentlich jeder Tag allen. Denen, die schon die Zeit herbeisehnen, wenn in vier Jahren wieder Fußball die Luftherrschaft über die Stammtische hat, und denen, die gottfroh darüber sind, dass das dann weit weg in Südafrika stattfinden wird. Also wir, wir sind da noch unentschlossen, aber kommt Zeit, kommt Rat.
Zidane, ich liebe dich!
Am Sonntag, den 9 Juli, verbrachte ich meinen sehr schönen Tag. Um 11.30 Uhr hatten wir ein Beach-Fußballturnier in Sexau. Wir verloren vier Spiele und erreichten ein Unentschieden ... Wir erreichten nur den letzten Platz, trotzdem bekamen wir ein T-Shirt. Ich hatte nur ein Tor geschossen. Alle meine Mitspieler und ich waren sehr traurig. Als wir um 15 Uhr in Emmendingen waren, freute ich mich.
Um 15.30 Uhr musste ich für meine Mutter einkaufen gehen ... Doch zum Glück war ich um 16 zuhause. Um 18 Uhr gingen meine Freunde und ich zum MC Donald's und bestellten uns Cheseburger und Chickenburger. Um 19 Uhr waren wir mit dem Essen fertig und ich freute mich schon auf das Endspiel.
Ich ging schnell heim, zog mein Zidane-Trikot an und ging in die Stadt. Es waren sehr viele Italiener in der Stadt. Vor dem Spiel dachte ich, dass Frankreich 3:1 gewinnt. Nun fing das Spiel an, ich bekam Angst, weil ich mit dem Zidane-Trikot in der Mitte von den vielen italienischen Menschen stand. Ich hoffte, dass Frankreich gewinnen wird. Als Zidane das Elfmetertor schoss, schrie ich: "Zidane, ich liebe dich!" Alle Italiener jammerten schimpften, das wäre kein Elfmeter gewesen, Frankreich hat den Schieri gekauft. Als Matterazi dann das Ausgleichs-Tor für Italien schoss, schrien alle: "Jaaaaa, I - I - Italien!!" Ich war fast der einzige, der für Frankreich war. In der zweiten Halbzeit schoss Zidane fast sein zweites Tor mit dem Kopf. Leider hielt Buffon den Ball. Das Spiel ging nun in die Verlängerungen. Von Zidane hätte ich nie erwartet, dass er so etwas von Blödsinn macht. Als Zidane die Rote Karte bekam und Thiery Henry ausgewechselt wurde, wusste ich, dass Italien gewinnen würde. Nun ging das Spiel zum Elfmeterschießen. Ich hoffte noch einmal, dass Frankreich gewinnen wird. Alle Franzosen trafen außer David Trezeguet nicht. Italien gewann 6:4. Alle Italiener freuten sich und schrien: "Buffon, du bist der Beste. So sehen Meister aus Shalalalala."
Nach dem Spiel gingen alle zu ihren Autos. Ich zog mein Trikot aus und zog es verkehrt herum an. Ich ging traurig nach Hause.
Ich esse zwei Jahre lang keine Pizza mehr!
Ich war gestern am Riegeler Baggersee mit Freunden von meinem Vater und auch mein Vater und mein Bruder. Wir haben dort gegrillt und sind ins Wasser gegangen. Ich war zwei Stunden im Wasser und bin auf der Luftmatratze eingeschlafen. Dann habe ich Fußball geguckt, und ich fand es super, dass Deutschland Dritter wurde. Aber ich fand es schade, dass Deutschland gegen Italien verloren hat und dass Italien Weltmeister ist und jetzt esse ich zwei Jahre lang keine Pizza mehr bis zur Europaweltmeisterschaft. Denn dann gewinnt Deutschland. Ich war bis 3 Uhr morgens wach, dann bin ich eingeschlafen.

Frankreich vor, noch ein Tor!
Heute ist der Tag des Endspiels, Italien gegen Frankreich. Ich freue mich schon auf das Spiel, ich wollte, dass Frankreich gewinnt. Aber das Spiel sollte erst um 20.00 Uhr anfangen. Bis dahin dauerte es noch 10 Stunden. Na, toll was sollte ich bis zum Endspiel machen? Aber dann, kam mir eine Idee: Der Freund meines Bruder war von Freiburg hierher gekommen und wollte bei uns übernachten. Ich wollte, dass wir alle auf den Spielplatz gehen. Um dort lustige Fotos zu machen. Auf dem Weg zum Spielplatz begegnete ich meiner Freundin Selina, die gerade auf dem Weg zu mir war. Immer mehr Freunde kamen zum Spielplatz, und die Fotos, die wir machten, wurden schön und lustig. Danach gingen wir zur Eisdiele und aßen ein Eis. Die Mittagsonne schien uns kräftig ins Gesicht, so dass ich nach kurzer Zeit Kopfschmerzen bekam. Dann musste ich heim zum Mittagessen, und meine Freundin aß mit uns, weil wir heute zusammen essen wollten. Nach dem Essen ging sie nach Hause.
Kurz vor dem Endspiel holte ich mir etwas Popcorn, dass meine Geschwister aber in einer Minute leer gegessen hatten. Das Spiel fing gut an. Nach wenigen Minuten schoss Frankreich ein Tor, aber dann glich Italien die Führung aus. Es kam zum Elfmeterschießen. Ich war gespannt wie es enden würde. Am Ende siegte Italien 6 : 5. Ich war sehr enttäuscht, dass Frankreich verloren hatte. Am lustigsten fand ich, als Zidane Materazzi einen Kopfstoß gegen die Brust verpasste. Aber leider erhielt er dafür die rote Karte, und wurde aus dem Spiel rausgeworfen.
Meriem Benbelkacem, 13 Jahre
Ich schrie und pfiff aus dem Fenster
Der 9. Juli war für mich ein sehr aufregender Tag, weil das Endspiel Italien gegen Frankreich stattfand. Ich konnte die Zeit bis zum Spiel kaum noch aushalten, weil es erst um 20 Uhr begann.
Bis dahin ging ich zu meinen Großeltern, weil es mir langweilig war. In der Straße, in der meine Großeltern wohnen, sind sehr viele Kinder, die Fußball, Fangen und anderes spielen. Ich ging raus, um Fußball zu spielen. Dann ging ich nach Hause. Meine Schwester hatte ein neues Handy und sie wollte, dass ich ihr Bilder und Musik schicke. Anschließend ging ich vor die Glotze. Aber es gab wie immer mal nichts, was mir gefiel. Ich hockte mich an den PC und los ging's mit dem Chatten. Meine Cousins aus der Türkei waren online. Als nur noch ½ Stunde bis zum Endspiel war, ging ich aus dem PC raus. Nach der ½ Stunde fing es endlich an. Italien gegen Frankreich!! Als die Italiener das Tor schossen, hörte man von draußen Freudenstimmen, wie das: "Jaaa, Italiaaa!" In der Verlängerung wurde Zidane von der gegnerischen Mannschaft provoziert, er verpasste demjenigen eine Kopfnuss, der Spieler fiel auf den Boden. Der Schiedsrichter pfiff und zeigte Zidane die rote Karte. Zidane ging weinend vom Spielfeld. Weil es immer noch unentschieden stand , kam es zum Elfmeterschießen. Italien traf alle Schüsse ins Tor, aber die Franzosen verfehlten den zweiten Schuss. Also wurden die Italiener Weltmeister. Ich ging sofort ans Fenster schrie und pfiff. Bald darauf musste ich ins Bett, weil ich ja in die Schule gehen will.
The End.
Seyfullah Ilhan, 13 Jahre
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