DEUTSCHES TAGEBUCHARCHIV

Referenzen und Preise


Foto: Bundesbildstelle Berlin

"Die Arbeit Ihres Vereins hat mich sehr beeindruckt. Sie haben mit dem Deutschen Tagebucharchiv in nur knapp zehn Jahren eine Einrichtung aufgebaut, die in Deutschland einmalig ist.

Die Sammlung von Tagebüchern, Erinnerungen oder Briefen ist zu einem wichtigen Bestandteil der Erforschung der Alltags- und Mentalitätsgeschichte geworden. Beim Lesen solcher privaten Lebenszeugnisse kann man oft viel unmittelbarer etwas über eine Zeit erfahren, als Geschichtsbücher dies vermitteln können. Institutionen wie das Deutsche Tagebucharchiv halten das Interesse an der gelebten Zusammenarbeit und das Bewusstsein für Geschichte lebendig.

Das Deutsche Tagebucharchiv hat sich nicht nur um die Sammlung dieser Lebenszeugnisse bemüht, sondern – und das ist mindestens genauso wichtig – die Inhalte erschlossen und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ich freue mich besonders, dass all dies durch hauptsächlich ehrenamtlichen Einsatz zustande gekommen ist."

Berlin, den 9. Oktober 2007
Dr. Horst Köhler, Bundespräsident

Wer selbst Tagebuch schreibt, weiß das aus eigener Erfahrung. Tagebücher sind nicht nur unschätzbare Dokumente persönlicher Erinnerungen, sondern auch eine Quelle für die Wissenschaft, die aus ihnen die sonst häufig schwer zugängliche Sicht gewinnen kann, wie Ereignisse der Weltgeschichte auf das Leben einzelner Menschen gewirkt haben.

Es ist dem Deutschen Tagebucharchiv daher zu danken, dass sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Mühe machen, diese Dokumente zu sammeln, zu sichten, zu erfassen und so für künftige Generationen zu bewahren

Dr. Annette Schavan, (2004)
ehem. Ministerin für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg

 

Grußwort des ehem. Präsidenten des Deutschen Bundestages

Das Deutsche Tagebucharchiv Emmendingen ist ein Erinnerungsort der besonderen Art: Hier werden Briefwechsel, Tagebücher und Lebenserinnerungen jener Menschen gesammelt, die nicht im Rampenlicht der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen. Ziel der Arbeit ist aber nicht allein das Archivieren privater Dokumente, sondern deren Nutzung. Die dem Archiv übergebenen Aufzeichnungen werden von erfahrenen ehrenamtlichen Mitstreitern des Vereins gelesen und diskutiert, zum Teil öffentlich ausgestellt, vorgetragen und publiziert. Geschichts- und Kulturforscher haben den herausragenden Wert der Sammlung längst erkannt: Sie nutzen die kostbaren Quellen für die Erforschung unserer Alltags- und Mentalitätsgeschichte. Die privaten Aufzeichnungen erleichtern ihnen den Perspektivenwechsel, sie machen Zeitgeschichte auch aus der Innenansicht heraus erfahrbar. Die großen geschichtlichen Ereignisse auf der einen Seite und die Mühen und Freuden des privaten Alltags auf der anderen - sie werden konkret, sie bekommen Gesicht und Stimme.
Das Emmendinger Archiv ist heute selbst ein "kollektives Tagebuch", ein vielstimmiger Speicher kultureller Erfahrung. Es ist zugleich eine kostbare gesellschaftliche Errungenschaft, mit der wir sehr pfleglich und behutsam umgehen sollten. Der Verein verdient auf lange Sicht öffentliche Förderung und mannigfache Unterstützung, zumal der allergrößte Teil seiner Arbeit von ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern geleistet wird. Ihrem Einsatz, ihrer Leidenschaft verdanken wir es, dass das Tagebucharchiv heute ein lebendiger Ort der Diskussion über persönliche Schicksale und gesellschaftliche Zustände, über die große Geschichte und die "kleinen" Geschichten geworden ist. Ich danke allen Mitstreitern des Archivs für ihr großartiges Engagement, für ihre Begeisterung an der Spurensuche in den vielstimmigen Zeugnissen gelebten Lebens!

Wolfgang Thierse, 2004

 

Grußwort des ehem. Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg

Seit seiner Gründung 1998 hat es sich das DTA in Emmendingen zur Aufgabe gemacht, die von Privatpersonen zur Verfügung gestellten autobiographischen Texte einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Zusammenstellung von privaten Tagebüchern und Lebenserinnerungen liefert lebendige Einblicke in die Vergangenheit. Durch sie wird das gesellschaftliche Interesse an der deutschen Geschichte geweckt und gefördert. Dass das Tagebucharchiv seine Arbeit fast ausschließlich ehrenamtlich erbringt, beweist eindrücklich den hohen Stellenwert des Ehrenamtes in Baden-Württemberg. Schon 2006 wurde das Deutsche Tagebucharchiv für die geleistete Arbeit von der Initiative „Deutschland - Land der Ideen“ als ein „Ausgewählter Ort 2006 “ ausgezeichnet. Mein Dank gilt den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des Deutschen Tagebucharchivs e.V.

Günther H. Oettinger (2008)

 

Grußwort des MInisters für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg

"Das Ziel des Schreibens ist, andere sehend zu machen." (Joseph Conrad)

Wer Tagebuch schreibt, will zunächst sich selbst sehend machen. Eintragungen ins Tagebuch bringen Ordnung in die Zeitläufe, helfen die Gedanken und Ereignisse zu sortieren, bergen einen Schatz der Erinnerungen. Aus manchem Tagebuch ist so im Laufe der Jahre und Jahrzehnte ein Lebensbuch geworden, in dem sich Lebensspuren verdichtet haben.
Kaum ein Tagebuch ist von Anfang an für die breite Öffentlichkeit bestimmt. Daher ist es ein Glücksfall, wenn wir als Leser Einblick nehmen können in das gelebte und bedachte Leben eines anderen Menschen.
Ein besonderer Glücksfall ist es, dass sich das Deutsche Tagebucharchiv der Sammlung, Archivierung und öffentlichen Darstellung dieser kostbaren und persönlichen Dokumente verschrieben hat. Die Ausstellung „Lebensspuren“ zeigt beispielhaft, wie Tagebücher für Menschen zu Lebensbegleitern geworden sind. Sie zeigt darüber hinaus, dass diese sehr persönlichen Dokumente ein Licht nicht nur auf das Leben Einzelner, sondern auch auf gesellschaftliche Entwicklungen und historische Ereignisse werfen. So machen Tagebücher, manchmal entgegen der ursprünglichen Absicht des Schreibenden, doch auch andere sehend.

Dem Deutschen Tagebucharchiv danke ich für die Ausstellung „Lebensspuren“. Sie ermöglicht uns, Lebensspuren anderer Menschen nachzugehen, sie zu verstehen und daraus für unser eigenen Leben zu lernen.

Helmut Rau, MdL (2008)

 

Preise

_Kulturpreis der Stadt Emmendingen im Jahr 2000

_Beim Wettbewerb "Echt gut! Ehrenamt in Baden Württemberg" wurde das DTA im Jahr 2005 in der Kategorie "Lebendige Gesellschaft" unter 414 teilnehmenden Institutionen auf den 3. Platz gewählt.

_Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler wählte eine Wettbewerbs-Jury das DTA zu einem der 365 Orte im „Land der Ideen 2006“ aus.

_ Verleihung des Stiftungspreises der Stiftung Württembergische Hypothekenbank 2006. Die Laudatio für das DTA hielt Prof. Dr. Ulrich Ott (ehemaliger Direktor des Schiller Nationalmuseums und Deutschen Literaturarchivs Marbach).

Das Bild zeigt Frauke v. Troschke im Gespräch mit Erwin Teufel (Ministerpräsident a. D. des Landes Baden-Württemberg, links) und Prof. Dr. Ulrich Ott (ehem. Direktor des Schiller-Nationalmuseums und Deutschen Literaturarchivs Marbach).

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