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Deutsches Tagebucharchiv
DEUTSCHES TAGEBUCHARCHIV e.V.
Pressestimmen
         
 
Pressestimmen über das Deutsche Tagebucharchiv
 
 
 

Am 13. Oktober 2008 widmete DIE WELT dem Deutschen Tagebucharchiv in
ihrem Magazin ein ganzseitiges Portrait.

 


Claudia Becker

Geliebtes Tagebuch

"Für mich ist das eine Bürgerinitiative", sagt Frauke v. Troschke, "jeder hat das Recht zu sagen, wie sein Leben war." ...
Das Archiv erfüllt ganz offensichtlich ein Bedürfnis der Menschen. Unzählige trugen schon Schachteln und Koffer die Stufen des alten Emmendinger Rathauses hinauf, darin auf Papier festgehaltene Lebensgeschichten - ihre eigenen oder die ihrer Angehörigen .
..
Es sind Krankheiten, Krisen und Umbrüche, die zum Schreiben motivieren. Weil der Mensch in Situationen, in denen er aus den gewohnten Bahnen entgleist, sich seiner selbst bewusst wird. ...
Eine ganze reihe von Ehrenamtlichen sind von der Mitarbeit begeistert. Mittlerweile sind es rund 90 Frauen und Männer, die nicht nur jede Aufzeichnung lesen, sondern auch in minutiöser Kleinarbeit Handschriften transkribieren und sämtliche Notizen nach Schlagworten in einer Datenbank erfassen. ...
DIE WELT

Anne-Christin Sievers

Mein Tagebuch lacht mich nicht aus

Ein Tagebuch ist wie eine große Schachtel. In sie kann man alle Dinge schreiben und legen, die man aufbewahren möchte. ...
Immer mehr Geschichtswissenschaftler sind sich deshalb einig: Wir können viel besser verstehen, wie Menschen in der Vergangenheit gefühlt haben, was sie gedacht und in ihrem Alltag gemacht haben, wenn wir ihre Tagebücher lesen. Besser jedenfalls, als wenn wir nur langweilige Zahlen und Daten auswendig lernen. "Deshalb besuchen auch viele Schulklassen mit dem Geschichtsunterricht unser Archiv. Sie lesen hier in alten Tagebüchern, z.B. von Jugendlichen, die wie ihre Eltern in den achtziger Jahren jung waren. So können sie nachvollziehen, wie Jugendliche damals gelebt haben", sagt Gerhard Seitz, Büro- und Projektleiter des Tagebucharchivs. Häufig sind die Schüler dabei erstaunt, dass junge Leute vor Jahrzehnten schon ähnliche Probleme hatten wie sie heute auch.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 18.01.2009

 

Titelbild des DTA-Portraits im Focusmagazin vom 31.Juni 2006

Hans-Peter Frick

Rettung vor dem Altpapier

... Die Qualität der Lebenszeugnisse liegt in ihrer Authentizität. Im Gegensatz zu offiziellen historischen Dokumenten oder auch literarischen Biografien handelt es sich hier um ungefilterte Aufzeichnungen von alltäglichen Lebenserfahrungen. Diese erscheinen in manchen Fällen als höchst banal, in anderen als aufschlussreiche Dokumente der Zeitgeschichte ...
Stuttgarter Zeitung

 

 

Michael Gassmann

Dann kam alles anders als geplant

... Die Leute kommen, um ihre Erinnerungen abzugeben. Sie bringen sie in Schachteln, Taschen und Koffern, weil sie sich von ihnen befreien möchten. Weil sie einen neuen Abschnitt ihres Lebens beginnen möchten. Oder weil sie ahnen, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt. Sie kommen, weil sich jemand um ihre Erinnerungen kümmern soll, wenn schon ihre Familie es nicht tut. Oder weil sie glauben, dass das, das sie zu erzählen haben, nicht nur für die Angehörigen von Interesse ist. ...
Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

 

Anja Wischer

Geschichte, die das Leben schreibt

... Es sind viele Leben, die im alten Rathaus von Emmendingen in zartblauen Kartons in einem verschließbaren Büroschrank verwahrt liegen. Es sind Lebensläufe, die in Tagebüchern niedergeschrieben wurden - in schnörkeliger oder kantiger Schrift oder auch mit dem Typenrad einer Schreibmaschine. Individuelle Schicksale und Konflikte, Trauer und Freude sind hier in unbeholfener Sprache, aber auch mit literarischem Geschick auf vergilbtes Papier gebannt ...
Südkurier


 

Sieglinde Geisel

Gelebtes, Gedachtes, Gefühltes ...

... Was sucht man in einem Tagebucharchiv? Man merkt es erst, wenn man beim Blättern auf Berichte stößt, die einem die Augen für die Bedingungen unseres eigenen Lebens öffnen ... Denn der Motor des Tagebuchschreibens seien Krisen, Umbrüche, Schicksalsschläge. Wer zufrieden vor sich hinlebt, wird weniger zum Schreiben gedrängt. Dies zeigen die vielen Kriegstagebücher, Feldpost-Korrespondenzen, die zahllosen Berichte über Flucht, Vertreibung und jahrelange Kriegsgefangenschaft, die zu einem Schwerpunkt des Archivs geworden sind ..
Für wen sind Tagebuchaufzeichnungen gedacht? Manche werden zur Selbstvergewisserung verfasst, damit das eigene Leben nicht verschwindet. Anderes will der Nachwelt Kunde tun von Unrecht und Leid, das zumindest den Sinn haben soll, nicht vergessen zu werden ...
Neue Zürcher Zeitung

 

 

Susanne Fritz

Innenansichten

... Obwohl innerhalb der Geschichtswissenschaft die Alltags- und Mentalitätsgeschichte inzwischen fest verankerte Forschungszweige seien, würden die hierzu notwendigen Quellen bisher nicht in größerem Umfang gesammelt und systematisch der Wissenschaft zugänglich gemacht, heißt es in der Selbstdefinition de Deutschen Tagebucharchivs. Damit ist es für die Erforschung zeitgeschichtlicher Phänomene eine wahre Fundgrube…. Die Begründer machen deutlich, dass ihr Anliegen weniger sentimental den kulturell, also politisch zu verstehen ist s ...
Literaturblatt


Christoph Weymann

Fundgrube der Vergangenheit

... Tagebücher entstehen als Orte der Zuflucht und der Selbstvergewisserung. Oft haben sie etwas sehr Intimes, Persönliches und sind fast ein Teil des Schreibenden selbst. Vielen fällt es schwer, sich von ihren Aufzeichnungen zu trennen. Wer seine privaten Niederschriften ins Tagebucharchiv bringt, sucht vor allem Beruhigung, dass die Mühe nicht umsonst war. „Nu, weiß ich, wo es ist!“, sagte ein 80-Jähriger als er dem Archiv seine Reisetagebücher brachte ...
Mannheimer Morgen


 

Alex Rühle

Was vom Alltag übrig blieb

... Tagebuchschreiber heben auf im zweifachen Sinne: Sie bücken sich nach Kleinigkeiten, die auf der Straße liegen und über die die große Geschichtsschreibung rumpelnd hinwegfährt. Sie schätzen die scheinbar so flüchtigen Überbleibsel ihrer Tage - stalinistische Flugblätter, abgestempelte Fahrkarten, kleine Bemerkungen, Beobachtungen und liebe Grüße, das dufttende Blatt einer Magnolie im Hinterhof. Und sie heben all das auf für spätere Zeiten. Als Erinnerung an ein vergangenes Menschenleben ...
Wie ein Hauch: Der feine Staub aus Alltag und Gedankenmurmeln, aus Arbeit, Essen, Liebe Schweigen - all das rieselt stetig durch das Leben eines Menschen hindurch, verschwindet langsam ins Vergessen. Tagebuchschreiber halten diesem Geriesel geduldig ein Sieb hin. So wachsen die dünnen Seiten ihrer Alltagsmitschrift mit den Jahren zu kompakten Geschichten an.
Leben "unplugged" ...
GEO-Magazin


 

Angelika Jacob

Behüter des Gestern

... Ob garniert von getrockneten Blumen, gewellt vom Regen oder geschmückt mit eigenhändigen Skizzen: Die Tagebücher tragen Spuren ihrer Entstehung und Zeichen ihrer Zeit… Solche Quellen sind unschätzbar wertvoll für die Erforschung unserer Alltags- und Mentalitätsgeschichte ...
Senioren-Ratgeber


Bernhard Borgeest

Arche der Erinnerungen

... Prominente Autoren und bereits gedruckte Chroniken interessieren den gemeinnützigen Verein nicht, sondern Dokumente, die sonst unbeachtet blieben. Die Emmendinger Bibliothek des Alltags erlaubt eine tabulose Schau in Hunderte von Seelen. Neben dem Bösen („Meine Pistole erschießt alles, ob Russen, Kälber oder Hühner“) steht das Banale („Heute Bratkartoffeln. Abends Fernsehen“). Als Vertraute der Einsamen, als Zuflucht in der Not bergen Tagebücher wohl eher das Traurige und Depressive. Glück und Überschwang blitzen in den Seiten der eifrigsten Autoren auf – der Teenager ...
Focus


Christoph Weymann

Nu weiß ich, wo es ist

... Die ungeschminkt und ohne Hintergedanken an eine spätere Veröffentlichung entstandenen Aufzeichnungen ganz normaler Leute aus den letzten 200 Jahren wirken manchmal fast wie eine Live-Schaltung ins Alltagsleben der Vergangenheit. Kein Wunder, dass sich im kleinen Emmendingen mitunter Doktoranden aus England und Professorinnen aus den USA die Klinke in die Hand geben ...
Nordkurier


Ulrike Derndinger

Der Alltag als Forschungsobjekt

... In wissenschaftlichen Kreisen hat das Tagebucharchiv in Emmendingen einen Namen. Susanne Hoffmann, Historikerin aus Stuttgart promoviert in Medizingeschichte, ihr Thema: "Gesundheit und Krankheit im Geschlechtervergleich in den Jahrgängen 1890 bis 1945". Als Wissenschaftlerin fühlt sie sich am richtigen Platz im DTA: Sie hat für ihr Thema relevante Texte gefunden, lobt die gewissenhafte Dokumentation. Außerdem wichtig für die wissenschaftliche Arbeit: Die rechtliche Seite ist mit den Autoren oder deren Nachkommen geklärt. Für die Wissenschaftler existiert dadurch Rechtssicherheit ...
Badische Zeitung

 
   
 
 
 
   
 
 
 
   
 
 
 

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