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DEUTSCHES TAGEBUCHARCHIV e.V.

Wissenschaftliche Nutzung / Recherchen

 
Bedingungen für Nutzung und Recherchen
  Recherche-Beispiele aus den Jahren 2008 und 2007
  Themen und Zitate aus Wissenschaftlichen Arbeiten
  Literaturhinweise
 

Tagebücher, Feldpostbriefe, Memoriren ... "Ego-Dokumente" als Quellen historischen Lernens
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Dieses Seminar der Pädagogischen Hochschule Freiburg wurde von PH-Dozent Chirstian Heuer (links) im Wintersemester 2008/09 an mehreren Vormittagen in den Räumen des DTA durchgeführt. "Geschichte ist immer eine Konstruktion aus unterschiedlichen Quellen. Für Studenten und Schüler ist das Deutsche Tagebucharchiv ein wunderbarer Ort, um das zu lernen", so Seminarleiter Heuer.
Foto: Gerhard Seitz

 

Bedingungen für Nutzung und Recherchen

Für die Erforschung von zeitgeschichtlichen Phänomenen ist das DTA eine wahre Fundgrube. Obwohl innerhalb der Geschichtswissenschaft die Alltags- und Mentalitätsgeschichte inzwischen fest verankerte und anerkannte Forschungszweige sind, so gibt es doch nur wenige Institutionen, in denen "die Geschichte" - oder besser: die Geschichten - von unbekannten Personen systematisch gesammelt und der Wissenschaft zugänglich gemacht werden.
Doch nicht nur Historiker finden im Deutschen Tagebucharchiv Material zur Beantwortung verschiedenster fachspezifischer Fragestellungen, sondern auch Germanisten, Psychologen, Soziologen und Pädagogen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, dem Wandel des Sprachgebrauches über Generationen nachzuspüren. Oder auch nur der Frage, wie Menschen bestimmte existentielle Erfahrungen - Freude und Leiden - sprachlich verarbeitet und festgehalten haben. Besonders spannend ist immer auch der Vergleich von Tagebüchern und Lebenserinnerungen von Frauen und Männern, denn sie spiegeln nicht nur die unterschiedlichen Lebenswelten der Geschlechter wider, sondern geben auch Auskunft über deren spezifische Verarbeitung der Realitäten.
Die zunehmende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit autobiographischem Material erklärt sich zum Teil aus einem Paradigmenwechsel, der sich speziell innerhalb der Sozial-, aber auch innerhalb der Geisteswissenschaften seit den 80er-Jahren vollzogen hat. Anstelle groß angelegter quantitativer Forschungen scheint die exemplarische Analyse anhand von "Fallstudien" oftmals interessanter und aufschlussreicher, wenn es um die Erklärung sozialer, psychologischer, historischer oder politischer Phänomene geht.

Nutzer bitten wir um vorherige telefonische Anmeldung und Terminabsprache.

Recherchen können vor Ort von den Nutzern selbst vorgenommen oder dem DTA in Auftrag gegeben werden. Die Kosten richten sich nach dem Arbeitsaufwand - für eine Erstauskunft werden zehn bis 25 Euro in Rechnung gestellt. In der Regel stellen wir für jede Vorabrecherche 5 bis 10 Datenbankausdrucke zusammen, damit beispiesweise ein Student aus München prüfen kann, ob sich eine Recherche in Emmendingen für ihn lohnt.
Hier, hier und hier finden Sie drei exemplarische Datenbankausdrucke.

Erster Überblick über Neueingänge mit Hilfe der Jahrgangs-Broschüren

Als gute Beispiele für die Vielfalt der Zeitzeugnisse, die dem DTA alljährlich zur Verfügung gestellt werden, dienen die Jahresbroschüren "Lebensspuren" der Jahrgänge 2006, 2007 und 2008.
DURCH DAS JEWEILIGE ANKLICKEN DER COVER-MOTIVE können Sie die entsprechenden Broschüren-Auszüge durchlesen und erahnen, welch vielfältige Recherchen mit Hilfe des DTA-Quellenbestandes möglich sind.
>> Anhand der PDF-Suchfunktion (Lupe) können Sie eine einfache Stichwort-Suche durchführen.

Bestell-Service:
Sie können die Broschüren auch zum Preis von 3,- Euro bestellen (siehe DTA-Servie).
Bereits vergriffen sind die Jahrgangs-Broschüren der Jahrgänge
2004 und 2005

Diese prägnanten Schnellübersichten bilden lediglich eine (minimale aber enorm arbeitsintensive!) Vorstufe der eigentlichen Erfassung durch unsere ehrenamtilchen LeserInnen. Deren Verschlagwortungen und Zusammenfassungen werden zeitversetzt in die DTA-eigene Allegro-Datenbank eingegeben (Beispiele siehe oben).


  Zitat aus dem LITERATURBLATT (Januar 2006):

"... Damit ist das DTA für die Erforschung zeitgeschichtlicher Phänomene eine wahre Fundgrube. Ich begegne dort dem jungen Historiker Erich Place aus Brighton und seinem Kollegen Giorio Liuzzi aus Pisa. Die weitgereisten Doktoranden zeigen sich nicht nur beeindruckt von der Fülle des für ihre Arbeit überaus interessanten Materials. Gerade dessen systematische Erfassung und Aufbereitung erspare ihnen eine Menge Zeit. Eine Befragung der Datenbank führe schnell zum Ziel. Nicht nur die entsprechenden Dokumente würden mühelos ermittelt, der Forscher erfahre gleich, auf welcher Seite er das Buch aufschlagen müsse. Das sei einmalig, bekunden die beiden begeistert."

Susanne Fritz

 

 

Recherche-Beispiele 2008

Daniela Kimmich (Universität Basel): „Selbstzeugnisse im Ersten Weltkrieg

Alina Böcherer (Gymnasium Emmendingen): „Das Unglück von Tschernobyl“

Marius Ernst (Gymnasium Emmendingen): „Jugend zur Zeit meiner Großeltern“

Ngo Tinh (Schliengen): „Sterben, Tod, Trauer“

Alexander Berkel (ZDF Mainz): „Machtergreifung 1933-1934“

Nicholas Siegel (Washington): „Berlin im Jahr 1961“

Eva Zauner (Hauptschule Emmendingen): "Bäuerliches Leben – alte Haushaltstätigkeiten“

Eileen Woestmann (Gymnasium EM): „Frauen im 18. und 19. Jahrhundert.“

Prof. Dr. Bernd Wegner (Universität Hamburg): „Der Blick des Besatzers: Paris mit deutschen Augen 1940-1944“

Holger Wetzel (Thüringer Allgemeine, Erfurt): „Zeitzeugnisse aus Thüringen“

Sulamith Sommerfeld (A.-S.-Hochschule Berlin): „Tagebücher von Krebskranken“

Martin Röw (Magdeburg): „Katholische Wehrmachtspfarrer“

Hannah-M. Beck (Universität Tübingen): „Heimkehr aus dem Zweiten Weltkrieg“

Daniela Jakob (Baienfurt): „Theaterprojekt (darstellbare Tagebuchtexte)“

Susanne Hilz-Wagner (Karlsruhe): „Ess- und Trinkkultur in Baden-Württemberg“

Christian Zander (Sölden): „Wirtschaftsgeschichte des deutschen Tischlerhand-werks nach 1870“

Frank Biess (Universität Göttingen): „Ängste der Deutschen nach 1945“

Rahel Hoffmann (Universität Frankfurt/M.): „Religion und Tradition in jüdischen auto-biographischen Zeugnissen seit Ende des 19. Jahrhunderts

Dr. Susanne Kuß (Universität Freiburg): „Deutsche Kolonialkriege“

Prof. Mary Fulbrook (London): „Deutsche Diktaturen des 20. Jahrhunderts: Drittes Reich und DDR

24.09.08: Serpil Hengeöz (Köln): „Kölner Familien im Nationalsozialismus“

25.09./29.10.08: Thomas Gloy (Universität Potsdam): „Moral im Nationalsozialismus – National-sozialismus in der Moral“

Thorsten Gudewitz (Uni Gießen): „Schillerfeiern 1859“

Stephan Glienke (Universität Exeter, England): „Luftkrieg und deutsche Bevölkerung“

Eva Maria Modrey (Uni Gießen): „Olympiade 1972“

Agnes Lütke-Föller (Universität Münster): "Unternehmen, Geschäft, Betrieb, Firma, Selbständigkeit"

Isabell Metzger (Freiburg): „Industrialisierung im 19. Jahrhundert unter sozial-geschichtlichen Aspekten“

Claudia Becker (Morgenpost Berlin): „Weihnachten“


Recherche-Beispiele 2007:

Dr. Mathilde Henning (Universität Kassel): „Grammatik des Neuhochdeutschen“

Dr. Helmut Gold, Dr. Christiane Holm, Eva Bös und Christine Nowak sichten den DTA-Bestand für die Ausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt „Absolut privat? – Vom Tagebuch zum Weblog“

Evelin Hartmann („tina“-Redakteurin): „Liebesbriefe“

Prof. Tatsuru Miyake, (Universität Tokio): „Historie des I. Weltkriegs“ und „Die Gesellschaftsgeschichte Bayerns“

Maximilian Brand (Universität Münster): „Formen und Funktionen des Tagebuchschreibens“

Dr. Wolfram Haderthauer (Göppingen): „Reiseaufzeichnungen wandernder Handwerksgesellen“

Christoph Raichle (Universität Stuttgart): „Hitlers Strategien der Selbstdarstellung“

Dietlind Wünsche (Universität Heidelberg): „Ostasiatisches Expeditionskorps 1900-01“

Prof. Dr. Ana Isabel Almendral-Oppermann (Madrid): „Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen“

Helena Hahnenstein (Pädagogische Hochschule Freiburg): „Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus“

Dr. Leighton James (York, England): „Tagebücher aus napoleonischer Zeit“ (Bild)

Stephan Ditgens (Universität Mannheim): „Erlebte Geschichte / Ausstellungsgestaltung am Beispiel Deutsches Tagebucharchiv“

Torsten Albinus (Freilichtmuseum Vogtsbauernhof Gutach): „Der II. Weltkrieg im Schwarzwald“

Alex Rühle (Süddeutsche Zeitung): „Der 20. März in Tagebüchern und Briefen“

Christoph Janssen (Universität Bremen): „Entwicklungstendenzen jugendsprachlicher Sprechweisen von 1950 bis heute“

Ruth Michalek (PH Freiburg): „Lernfelder und Lernprozesse von Eltern“

 

Themen und Zitate aus Wissenschaftlichen Arbeiten
- die nach Auswertung von DTA-Zeitzeugnissen entstanden sind -

_A. Ott: Zwischen Pflichterfüllung und Reiselust – Als Krankenschwester im Orient. Eine Analyse von Briefen und Fotographien aus dem Ersten Weltkrieg, Magisterarbeit zur Erlangung des Magister Artium der Philologischen, Philosophischen und Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, SoSe 2004.
"Wie bereits beschrieben, gibt es nur wenige wissenschaftliche Arbeiten, die sich bisher mit (Kriegs-) Krankenschwestern im Ersten Weltkrieg beschäftigen. Das daraus resultierende sozial- und alltagsgeschichtliche Forschungsdesiderat legt nahe, sich eingehender mit dem (Alltags-) Leben der Krankenschwester im Krieg, d.h. in der Etappe bzw. in Frontnähe, zu befassen, über ihr subjektives Erleben des Krieges und über die in Kommunikationsprozessen stattgefundene Weitergabe dieser erlebten Wirklichkeit zu forschen. [...] Auf der Suche nach einem geeigneten „Forschungsobjekt“ stieß ich im Deutschen Tagebucharchiv e.V. in Emmendingen auf Briefe, Postkarten und Fotographien der Rotkreuz-Schwester Charlotte S. [...]"

_J. Dilger: Frauen be-schreiben ihre Zeit. Deutsche Tagebücher 1944-48, Magisterarbeit im Fachbereich Historische Erziehungswissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin, 2004.
"Die von mir ausgewählten Ego-Dokumente sind Tagebücher. Aufgrund meiner Fragestellung(en) und meines Interesses an der subjektiven Sicht auf einen historischen Geschichtsverlauf, war es mir wichtig, unveröffentlichte Diarien von unbekannten Frauen zu analysieren. [...] Das Deutsche Tagebucharchiv im südbadischen Emmendingen bietet sich für eine Recherche nach unveröffentlichten Tagebüchern geradezu an. Hier wurden seit 1998 über 1100 Tagebücher und weitere autobiographische Texte von unbekannten Personen gesammelt, die bereits größtenteils archiviert sind. Meinen Auswahlkriterien entsprechend fand ich dort schließlich die beiden hier analysierten Tagebücher von Luise S. und Edeltraut W."

_J. Klein-Hitpaß: Feldpostbriefe eines Ehepaares 1940 bis 1945, Magisterarbeit zur Erlangung der Würde der Magistra Artium der Philologischen, Philosophischen und Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i. Br., WiSe 2004/05.
"Es ist davon auszugehen, daß auch in Archiven und Museen zahlreiche Briefwechsel aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten sind. Zu diesen zählt beispielsweise das Deutsche Tagebucharchiv e.V. (DTA) in Emmendingen. Im Rahmen eines im Jahr 2003 absolvierten Praktikums im Deutschen Tagebucharchiv arbeitete die Verfasserin der folgenden Arbeit unter anderem an der inhaltlichen Erschließung eines unveröffentlichten und unbearbeiteten Feldpostbriefwechsels. [...] Aus diesem Grunde bot es sich an, die Briefe im Rahmen einer Magisterarbeit im Fach Geschichte an der Universität Freiburg näher zu untersuchen."

_A Watson: Self-deception and Survival: Mental Coping Strategies on the Western Front, 1914-18, in: Journal of Contemporary History 41(2), 2006, 247-268.

_D. Schlick: Apotheken im totalitären Staat – Apothekenalltag in Deutschland von 1937 bis 1945. Dissertation mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Christoph Friedrich. Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie 85, 2008.

_H. Weckerlin: Südbaden 1945 – Das Ende des Krieges im Spiegel persönlicher Aufzeichnungen, Hauptseminararbeit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutsch/Geschichte, SoSe 2007.
"Einen guten Einblick in persönliche Erlebnisse und Gedanken versprechen Tagebücher und Briefe. Bislang publizierte Texte entstanden vorwiegend in der amerikanischen, der britischen oder der sowjetischen Zone und meist in Großstädten wie Berlin oder Hamburg. Veröffentlichungen über den Einmarsch der französischen Streitkräfte in das ländliche und kleinstädtisch strukturierte Südwestdeutschland sind hingegen kaum vorhanden. Die vorliegende Arbeit versucht, anhand dreier Tagebücher und eines Briefes zu erkunden, wie Südbadener das Ende des Krieges und die erste Besatzungszeit erlebte. (Die hier behandelten Texte gehören zu den Beständen des Deutschen Tagebucharchivs (DTA) in Emmendingen. Die Lebensdaten der Verfasser sind, soweit nicht anders gekennzeichnet, den kurzen Dossiers entnommen, die das EDV-System des Archivs zu jeder Signatur enthält.)"

_F.Maier: Wenn nichts mehr bleibt ... Hoffnung in Krisensituationen, Eine pastorale Untersuchung anhand von Tagebüchern aus dem Zweiten Weltkrieg, Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2007
Publikation im Echter Verlag, Würzburg 2008

"Das Tagebuch gilt in den Augen vieler als ein sehr wahrhaftiges Selbstzeugnis. Maurice Chapelan entdeckt im Journal intime gar „I´humain dans sa nudité primitive ». Das Tagebuch spiegelt jedoch nicht nur Persönliches, sondern ist auch ein zeitgeschichtliches Dokument. Indem im Tagebuch Begebenheiten eines Tages aus der Sicht eines Subjekts dargestellt und reflektiert werden, wird es zu einem Geschichtsbuch besonderer Art: „Das Tagebuch registriert tägliche Anregungen, die das Ich als privates Individuum und als gesellschaftlicher Zeitgenosse zugleich erfährt. Das Diarium wird zur geschichtlichen Zeugenaussage dieses Ich; im Tagebuch legt es Zeugnis ab von sich und ‚seiner’ Welt, von sich und ‚seiner’ Zeit. In diesem Sinn ist das Tagebuch ein repräsentativ-subjektives Geschichtsbuch; in seinen Aufzeichnungen begegnet der Leser einer individuellen historischen Existenz.
Durch die Verbindung von Ich und Welt können objektive Wahrheiten (wie historische Fakten) aus dem Tagebuch jedoch nur bedingt herausgelesen werden. Die diaristische Wahrheit muss nicht identisch sein mit der des Empirisch-Faktischen. „Schließlich wird alle Wirklichkeit verwandelt im Subjekt.“ Immer bleibt der subjektive Blick auf die Dinge; persönliche Erfahrungen, der Augenblick der Niederschrift, die momentane Stimmung wie auch unzureichende Information und Einsicht bestimmen die Perspektive mit. Tagebuchtexte sind darum nicht mit Blick auf zeitgeschichtliche Ereignisse, sondern als subjektive Äußerungen authentisch. Persönliche Einstellungen, Deutungsmuster und Selbstkonstruktionen werden darin deutlich. Selbstverständlich gewinnt der Leser eines Tagebuchs keinen vollständigen Eindruck von einer Person oder einem Leben, da die Eintragungen oft unregelmäßig und auf bestimmte Lebensphasen oder Gefühlslagen beschränkt sind. Er kann aber unter vielerlei Hinsicht rekonstruieren, wie sich ein diarisches Ich selbst darstellt.
Mit der Errichtung des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen im Jahr 1998 und der wachsenden Zahl dort archivierter Dokumente lässt sich die Forschung an Selbstzeugnissen privater Personen wesentlich vorantreiben."

_K. Behrens: Freundschaften zwischen Frauen im 19. Jahrhundert: Gesellschaftssystem und Geschlechtsspezifik, Magisterarbeit zur Erlangung der Würde der Magistra Artium der Philologischen, Philosophischen und Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., WiSe 2007/08.

_U. Garth: Arbeitslosigkeit als pastorale Herauforderung. Analyse der Situation zweier Arbeitsloser anhand ihrer Tagebücher, Diplomarbeit Universität Freiburg, 2007.
"In einem zweiten Schritt wird der Akzent der Wahrnehmung auf die Arbeitslosigkeit als persönliches Schicksal gelegt. Dabei werden die individuellen Folgen und Auswirkungen mit Hilfe von Tagebüchern Arbeitsloser untersucht und zusammengestellt. [...] Die in der Arbeit untersuchten Tagebücher von Karl B. und Susanne Sch. stammen aus dem Deutschen Tagebucharchiv e.V. in Emmendingen. Diese wurden durch den Verfasser und die Verfasserin selbst an das Archiv übergeben."

_M.-A. Marschewski: Narrative Identitätskonstruktionen und subjektives Krankheitserleben in den Tagebuchaufzeichnungen erkrankter Menschen. Eine textrekonstruktive Analyse von Krankheitstagebüchern, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der wirtschaft- und verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i. Br., Abteilung für Rehapsychologie des Psychologischen Institutes, SoSe 2007.
"Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, wie Menschen die Erfahrung einer schweren Erkrankung wahrnehmen, bearbeiten und in das bisherige Selbstbild integrieren. Als Zugang zu den Lebenswirklichkeiten und individuellen Krankheitskonstruktionen dienen die Tagebuchaufzeichnungen von vier Personen mit Tumorerkrankungen und HIV. [...] Datengrundlage sind bisher von der Wissenschaft unbeachtete Tagebuchaufzeichnungen, die vorwiegend aus dem Bestand des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen stammen."

_A. Kochinka: Psychisches Geschehen im Tagebuch. Kulturpsychologische Fallstudien, Habilitationsschrift zur Erlangung der venia legendi für Psychologie im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hannover, 2004.
"Das Deutsche Tagebucharchiv e. V. in Emmendingen sammelt seit nunmehr sechs Jahren autobiographische Dokumente, darunter Tagebücher, und ermöglicht es, für wissenschaftliche Zwecke auf diese Dokumente zuzugreifen. Ich danke dem Büroleiter, Herrn Gerhard Seitz, nicht weniger aber allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die freundliche Aufnahme, vor allem aber für ihre unschätzbaren Dienste, die nicht nur mir, sondern allen (potentiellen) Nutzern des Archivs zugute kommen. Es mag bedenklich erscheinen, daß eine Institution, die einen wichtigen Baustein zur Bildung von gesellschaftlicher, kollektiver Erinnerung liefert, nicht mehr ohne ehrenamtliches Engagement arbeitsfähig erscheint – umso mehr ist gerade jenen zu danken, die ohne Gegenleistung eine Arbeit verrichten, die für uns alle, sei es direkt, sei es vermittelt, von Nutzen ist."

_K. Wölki: Krieg als Reise – Die Wahrnehmung Frankreichs durch deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg, Magisterarbeit zur Erlangung der Würde der Magistra Artium der Philologischen, Philosophischen und Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i. Br., WiSe 2007/08.
"Daher handelt es sich bei dem Bild "Krieg als Reise" weniger um ein Oxymoron als um eine Möglichkeit, militärischen Dienst oder einen Krieg an sich wahrzunehmen und zu interpretieren. Ob und inwieweit dieses Wahrnehmungsmuster speziell bei deutschen Soldaten existierte, die während des Zweiten Weltkrieges in Frankreich eingesetzt wurden, versucht diese Arbeit anhand elf ausgewählter Quellen zu verdeutlichen und zu belegen. Der Quellenkorpus umfaßt dabei Feldpostbriefe und Tagebücher in etwa zu gleichen Teilen, während zusätzlich ein Fotoalbum in die Analyse eingebunden wird. [...] Eine weitere Schwierigkeit stellt die Selektivität von edierten Quellen dar. [...] Doch um diesen Punkt zu entschärfen, wurden gleichzeitig unveröffentlichte Originalquellen aus den Beständen des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen (DTA) zur Analyse herangezogen, die von Dritten weder gekürzt worden sind noch in irgendeiner Weise Ausschnitte darstellen."

  Literaturhinweise

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Das Echolot. Barbarossa ´41. Ein kollektives Tagebuch
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