DEUTSCHES TAGEBUCHARCHIV

Wissenschaftliche Nutzung

"Geschichte ist immer eine Konstruktion aus unterschiedlichen Quellen. Für Studenten und Schüler ist das Deutsche Tagebucharchiv ein wunderbarer Ort, um das zu lernen", betont Christian Heuer (li.). Als Dozent der PH Freiburg hat er das DTA bereits mehrfach intensiv genutzt.

Wie können Sie das DTA nutzen?

Falls Sie den Bestand des Deutschen Tagebucharchivs für Ihre Recherchen nutzen möchten, bieten sich für Sie mehrere Schritte an.

> Zunächst können sie sich mit Hilfe unserer Jahrgangsbroschüren (HIER klicken) einen groben Überblick darüber verschaffen, welche Zeitzeugnisse uns in den vergangenen Jahren zur Verfügung gestellt wurden. Mit der Tastenkombination "Strg F" können sie dabei jeweils eine einfach Such-Abfrage starten.

Stichwort- und Ortsnamenlisten
> Neuerdings stehen Ihnen zwei aktualisierte Listen zur Verfügung. Diese alphabetisch angeordneten Listen können eine weitere einfache Übersicht darüber vermitteln, welche Themen anhand des DTA-Bestandes bearbeitet werden können.
>>> Eine Liste der katalogisierten Stichworte finden sie
hier.
>>> Eine Liste d
er Ortsnamen finden sie hier.

> Für die kommenden Monate geplant aber noch nicht realisiert ist der minimierte Zugriff auf unsere eigentliche Datenbank.

> Bereits schon viele Male hat sich der Service unseres DTA-Teams bewährt: Sie können uns entsprechend Ihres Themas gerne einen Suchauftrag erteilen. Sie erhalten, wenn wir für Sie fündig werden, entsprechende Datenbank-Auszüge zugesandt. Somit können Sie abschätzen, ob sich für Sie ein Recherche-Besuch bei uns lohnt bzw. wie viele Tage Sie einplanen sollten. Diesen Service stellen wir je nach Aufwand (nach individueller Vereinbarung) in der Regel in Höhe von 15 bis 25 Euro in Rechnung. Beispielhafte Datenbank-Einträge finden Sie hier, hier und hier


> Wenn Sie sich für eine Recherche hier im DTA entscheiden, sollten Sie einen Termin mit uns vereinbaren. Im alten Emmendinger Rathaus stehen Ihnen kostenlos (!) verschiedene Arbeitsräume und der vollständige Zugang zur Datenbank zur Verfügung (Bild).


> Wenn Sie ein für Sie interessantes Tagebuch gefunden haben, steht Ihnen dieses in unserer Präsenzbibliothek als Kopie zur Verfügung.
> Sie haben die Möglichkeit, sich im DTA Kopien selbst anzufertigen oder Kopieraufträge zu erteilen.
> Weitere Details erfahren Sie in den unteren Abschnitten. Darüber hinaus stehen wir für Ihre Fragen gerne zur Verfügung.

Bedingungen für Nutzung und Recherchen

Für die Erforschung von zeitgeschichtlichen Phänomenen ist das DTA eine wahre Fundgrube. Obwohl innerhalb der Geschichtswissenschaft die Alltags- und Mentalitätsgeschichte inzwischen fest verankerte und anerkannte Forschungszweige sind, so gibt es doch nur wenige Institutionen, die "die Geschichte" - oder besser: die Geschichten - von unbekannten Personen systematisch sammeln und der Wissenschaft zugänglich machen.
Doch nicht nur Historiker finden im Deutschen Tagebucharchiv Material zur Arbeit an verschiedensten fachspezifischen Fragestellungen, sondern auch Germanisten, Psychologen, Soziologen und Pädagogen. Zum Beispiel, wenn es darum geht, dem Wandel des Sprachgebrauches über Generationen nachzuspüren. Oder auch nur der Frage, wie Menschen bestimmte existentielle Erfahrungen - etwa Freude und Leiden - sprachlich verarbeitet und festgehalten haben. Besonders spannend ist immer auch der Vergleich von Tagebüchern und Lebenserinnerungen von Frauen und Männern, denn diese spiegeln nicht nur die unterschiedlichen Lebenswelten der Geschlechter wider, sondern geben auch Auskunft über deren spezifische Verarbeitung der Realitäten.
Die zunehmende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit autobiographischem Material ist Resultat eines Paradigmenwechsels, der sich speziell innerhalb Geisteswissenschaften seit den 1990er Jahren vollzogen hat. Anstelle breit angelegter quantitativer Forschungen ist die exemplarische Analyse anhand von "Fallstudien" oftmals aufschlussreicher, wenn es um die Erklärung sozialer, psychologischer, historischer oder politischer Phänomene geht.

Nutzer bitten wir um vorherige telefonische Anmeldung und Terminabsprache. Nach entsprechender Vereinbarung stehen die Recherche-Räume des DTA in der Regel montags und freitags von 9.30 bis 12.30 sowie dienstags bis donnerstags von 9.30 bis 17 Uhr durchgehend zur Verfügung.

Die aktuelle Nutzungsordnung finden Sie hier.

Die aktuelle Gebührenordnung finden Sie hier.

Recherchen können vor Ort von den Nutzern selbst vorgenommen oder dem DTA in Auftrag gegeben werden. Die Kosten richten sich nach dem Arbeitsaufwand - für eine Erstauskunft werden 15 bis 25 Euro in Rechnung gestellt. In der Regel stellen wir für jede Vorabrecherche 5 bis 10 Datenbankausdrucke zusammen, damit beispielsweise ein Student aus München prüfen kann, ob sich eine Recherche in Emmendingen für ihn lohnt.
Hier, hier und hier finden Sie drei exemplarische Datenbank-Einträge.

Erster Überblick über Neueingänge mit Hilfe der Jahrgangs-Broschüren

Als gute Beispiele für die Vielfalt der Zeitzeugnisse, die dem DTA alljährlich zur Verfügung gestellt werden, dienen die Jahresbroschüren "Lebensspuren" der Jahrgänge 2006, 2007 und 2008.
DURCH DAS JEWEILIGE ANKLICKEN DER COVER-MOTIVE können Sie die entsprechenden Broschüren-Auszüge durchlesen und erahnen, welch vielfältige Recherchen mit Hilfe des DTA-Quellenbestandes möglich sind.

Die Neueingänge der Jahrgänge 2004 und 2005 haben wir für Sie ebenfalls verlinkt

>> Nutzungsempfehlung: Anhand der pdf-Suchfunktion (Strg+F) können Sie jeweils eine einfache Stichwort-Suche durchführen.

Bestell-Service:
Sie können die Broschüren auch zum Preis von 3,50 Euro bestellen (siehe DTA-Service).
Bereits vergriffen sind die Jahrgangs-Broschüren der Jahrgänge 2004, 2005 und 2007.

Diese prägnanten Schnellübersichten bilden lediglich eine Vorstufe der eigentlichen Erfassung durch unsere ehrenamtilchen LeserInnen. Deren Verschlagwortungen und Zusammenfassungen werden zeitversetzt in die DTA-eigene Allegro-Datenbank eingegeben (Beispiele siehe oben).


Zitat aus dem LITERATURBLATT (Januar 2006):

"... Damit ist das DTA für die Erforschung zeitgeschichtlicher Phänomene eine wahre Fundgrube. Ich begegne dort dem jungen Historiker Erich Place aus Brighton und seinem Kollegen Giorio Liuzzi aus Pisa. Die weitgereisten Doktoranden zeigen sich nicht nur beeindruckt von der Fülle des für ihre Arbeit überaus interessanten Materials. Gerade dessen systematische Erfassung und Aufbereitung erspare ihnen eine Menge Zeit. Eine Befragung der Datenbank führe schnell zum Ziel. Nicht nur die entsprechenden Dokumente würden mühelos ermittelt, der Forscher erfahre gleich, auf welcher Seite er das Buch aufschlagen müsse. Das sei einmalig, bekunden die beiden begeistert."

Susanne Fritz

Vielfältige Recherchen dank idealer Erfassung möglich

Die effizienten Recherche-Möglichkeiten des DTA sprechen sich herum! Die neuen Räum-lichkeiten im 2. OG des Alten Emmendinger Rathauses, die erheblich verbesserte technischen Ausstattung sowie die kontinuierlich erweiterte Datenbank ermöglichen eine effiziente Recherche-Nutzung des DTA-Bestandes. Dies spricht sich immer mehr herum. So recherchierte beispielsweise Anfang März 2011 Julia Driesen (Bild) im DTA für Spiegel TV / Redaktion History.

Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg bereitet für 2012 eine "Große Landesausstellung" zum Thema Baden-Württemberg und seine Nachbarn vor. Hierfür wird derzeit der Quellenbestand des Deutschen Tagebucharchivs von Dr. Sebastian Dörfler (Bild) und Christian von der Heydt nach geeigneten Exponaten durchsucht.

Für eine historisch-empirische Fallstudie zum Thema "Erwartungen und Projektionen. Die deutsche Einheit in Tagebüchern" recherchierten Ende Juni 2010 Dr. Jan Scheunemann und Annekathrin Waitzmann (Leipziger Kreis - Forum für Wissenschaft und Kunst, "Zerreißproben") mehrere Tage im DTA. "Wir sind überrascht, wie reichhaltig der DTA-Bestand ist, und hatten die außergewöhnlichen Arbeitsbedingungen nicht erwartet. Wir werden Sie weiterempfehlen!", betonten die beiden Wissenschaftler.

Recherchebeispiele 2010/2011:

>> Kerstin v. Lingen (Historikerin, Universität Tübingen) "Kriegserfahrung deutscher Soldaten in Italien, 1943-1945“

>> John F. Müller (Geschichte, Universität Cambridge): „Das Kaufhaus und der deutsche Einzelhandel 1919-1939“

>> Matthias Häußler (Universität Siegen): „Kolonialkrieg in Südwestafrika 1904-1908“

>> Nadja Geck und Evelyn Jabs (Universität Paderborn): „Die sich wandelnde Sprache und der sich wandelnde Kollektivstil 1900-45“

>> Dr. Alex Watson (Research Fellow, Universität Cambridge): „Erfahrungen der deutschen Bevölkerung während des Ersten Weltkrieges“

>> Erika Bender (Universität Basel, Master of Theology): „Alterstagebücher von Frauen“

>> Tobias Winter (Historisches Seminar der Universität Freiburg): „Schule(n) im Dritten Reich“

>> Susanne Lindner (Geschichte und Deutsche Literatur, Universität Konstanz): „Die Auswirkungen des II. Weltkrieges auf ehepartnerschaftliche Beziehungen“

>> Kathryn Sederberg (Germanistik, University of Michigan, USA.): „Women’s Writing in a State of Exception, Germany 1945“

>> Mark Volovici und Adi Kantor (Universität Freiburg, Austauschprogramm mit Hebrew University of Jerusalem): „Beziehungen zwischen Juden und Deutschen in den ersten Jahren des Dritten Reiches“ // „Breaking the Silence: War and Mass Rape in the Literary Memoirs of Germany’s `Besatzerkinder´“

>> Susanne Heim (Historikerin, aus Berlin): „Verfolgung der Juden 1933-1945“

>> Kristina Baus (PH Freiburg): „Sprache im Tagebuch“

>> Nastasia Ritter (Goethe-Gymnasium Emmendingen): „Kinder im Nationalsozialismus“

>> Bernhard Rieger (Historiker aus London): „The People’s Car: A Global History of the VW Beetle“

>> Susanne Storz (Historisches Seminar Universität Freiburg): „Frauenpartizipation in der Revolution 1848 in Baden-Württemberg“

>> Nora Jander (Gymnasiastin aus Freiburg): „Das studentische Leben in den 50-ern – Beziehung zwischen Mann und Frau“

>> Sabine Pannen (Freie Universität Berlin): „Stabilität an der SED-Parteibasis 1976 bis 1989“

>> Olga Ugrinsky (PH Freiburg): „Heimatfront und Tagebuch“

>> Lucia Aschauer (Geschichte, IEP Paris): „Krankheitsnarrativen im deutsch-französischen Vergleich“

>> Jörn Wegner (Geschichte, Universität Potsdam) „Kriegs- und Kolonialfrage in der deutschen und britischen Sozialdemokratie, 1900-1914“

>> Argi Stilidis (Militärhistorisches Museum der Bundeswehr Dresden): „Alltag in der Bundeswehr und NVA“

>> Dr. Maren Möhring (Universität Köln): „Deutscher Kolonialismus“ // „Drogenerfahrungen im 20. Jahrhundert“

>> Andrea Althaus (Universität Freiburg – Promotionskolleg „Geschichte und Erzählen“): „Lebens-Geschichten – Deutsche und österreichische Hausgehilfinnen in der Schweiz, 1900-1970“

>> Judith Smuda (RVB Dortmund): „Frauentagebücher aus dem Ersten Weltkrieg“

>> Dr. Peter-Paul Bänziger (Universität/ETH Zürich, und Universität Wien): „Körpergeschichte des Fordismus“

>> Joachim Scheil (Deutsche Stiftung Denkmalschutz): „Denkmalpädagogik – Ländliches Bauen: Leben im Schwarzwald“

>> Blandine Milcent (Auslandskorrespondentin des französischen Nachrichtenmagazins "L'Express"): „Nachkriegsalltag in Berlin zwischen 45 und 49/50“

>> John F. Müller (Fitzwilliam College, University of Cambridge): „Kleinhändler und Besitzer von mittelständischen Läden in Baden-Württemberg zwischen 1880 und 1940“

>> Dr. Claudia Siebrecht (Department of History, Trinity Collage Dublin):"Frauen im Ersten Weltkrieg"

>> Ute Reuter (Universität Bielefeld) "Tagebüchern/Erinnerungen aus den 1950er Jahren"

>> Marlen Müssiggang (Looks Film & TV Leipzig www.looksfilm.tv ) recherchierte im DTA für einen Film über die Zeit nach der Wende (anlässl. 20 Jahre Wiedervereinigung am 3. Oktober 2010)

>> Benjamin Möckel (Neuere Geschichte, Universität Göttingen): "Erfahrung des Zweiten Weltkriegs durch Kinder und Jugendliche und deren Verarbeitung in der Nachkriegszeit“
"

>> Nora Kamm (Geschichtsseminar-Teilnehmerin bei Frau PD Goltermann, Universität Freiburg): „Feindbilder deutscher Soldaten an der Ostfront im I. Weltkrieg“

>> Johanna Schoener aus Hamburg recherchierte für die ZEIT-Campus-Redaktion zum Themenfeld „Studienalltag/Studentenleben im Wandel der Zeit“

>> Ute Wrocklage aus Hamburg recherchierte im DTA für ihre Dissertation zur Fotografie und Bildberichterstattung über die frühen Konzentrationslager in der Vorkriegszeit

>> Julie Bailey (Masters in European History, Universität Dublin): "Childhood in the Third Reich" - von ihr stammt auch die obige Dankesnotiz

>> Julia Timpe (aus Berlin, MA Ph.D. Candidate, Brown University, Providence, USA): „Die nationalsozialistische Freizeitorganisation Kraft durch Freude“

Themen und Zitate aus Wissenschaftlichen Arbeiten
- die nach Auswertung von DTA-Zeitzeugnissen entstanden sind -

Stefanie Surd-Büchele fand 2009 im DTA Texte für ihre Dissertation.

_ St. Surd-Büchele: Tagebuch: Schreiben und Denken. Beiträge zu einer empirischen Verhältnisbestimmung. Dissertation, vorgelegt an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften 2011
Ihr Kapitel über "Schreiblust", die für viele Tagebuchschreibende zentraler Antrieb ist, beginnt Stefanie Surd-Büchele mit Ausführungen über das Spiel, um diese dann mit dem Tagebuchschreiben in Verbindung zu bringen:
"Wichtig ist dabei also die reine Freude oder Lust an der Aus- oder Durchführung einer Tätigkeit ohne damit einen bestimmten Zweck zu dienen oder zu verstehen, was die Ursache dieser positiven Gefühle ist. Im Folgenden wird argumentiert, dass auch das Tagebuch-Schreiben als nicht institutionell geprägte und damit individuell stark ausgestaltbare Form des Schreibens Züge eines solchen spielerischen Handelns tragen kann bzw. dass aus der Freude an der Tätigkeit des Schreibens, die damit gleichzeitig als gestaltendes, schöpferisches Tun aufgefasst wird, verschiedene höhere psychische Funktionen erwachsen können."
Weitere Zitate aus der Dissertation finden Sie
hier.


Ende 2010 erschienen zwei wissenschaftliche Publikationen, die Tagebuch-Zitate aus dem DTA-Bestand beinhalten: Die Dissertation "Gesunder Alltag im 20. Jahrhundert" von Susanne Hoffmann (Franz Steiner Verlag Stuttgart) und "Surviving Hitler's War - Family Life in Germany 1939-48" von Hester Vaizey. Bereits im Herbst publizierte Irmela Sperl ihre Dissertation.

_I. Sperl: Geschriebene Identität - Lebenslinien in Tagebüchern, Dissertation Universität München; Publikation im Herbert Utz Verlag München 2010 (oben rechts)
"Auf der Suche nach zeitgemäßen Formen des Erzählens stieß ich bald auf das Thema Tagebücher, die Faszination von Lebensgeschichten und die damit verbundene Möglichkeit, sich über Geschriebenes zu erinnern. Tagebücher konservieren Zeit - sie zu lesen stellt eine einzigartige Möglichkeit dar, sich die eigene Biografie und ebenso die Geschichte vorhergehender Generationen vergegenwärtigen zu können.
Als einen subjektiven Schwerpunkt möchte ich eine der zentralen Funktionen des Tagebuchs zusammenfassend beschreiben als "Sammeln und sich sammeln": Es kann hilfreich sein , um sich innerlich zu sammeln, im Sinne von Konzentration auf die eigenen Gedanken und Wahrnehmungen. Gleichzeitig werden hier gelebte Tage und Ereignisse gesammelt und gebündelt, ebnso wie Gedanken, Gefühle und Ideen. In diesem Nebeneinander kann eine einzigartige "Lebenscollage" entstehen, die die eigenen Facetten und Lebensthemen spiegelt, und so ein Gesamtbild ergeben kann. Zwar setzt das Tagebuchschreiben Zugang zu Ressourcen wie Bildung und Lese-Schreibkompetenz voraus und wird durch Vorbilder und Anleitung erleichtert. Andererseits ermutigen die Flexibilität der Methode sowie die fehlende Bewertung zum Ausprobieren, und das Schreiben eines Tagebuchs kann auf unkomplizierte Weise sprachliche Kompetenzen und damit auch Kommunikationsfähigkeit und das Spektrum der Bewältigungsmöglichkeiten vergrößern."

_P. Seeger: Zur Form und Funktion des reflexiven Schreibens in privaten Tagebüchern des Deutschen Tagebucharchivs, Diplomarbeit im Studiengang Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis der Universität Hildesheim, 2010.
"Am Anfang stand die Erwartung Tagebücher als Quelle zu finden, die ein Schreiben jenseits von persönlichen Krisen praktizieren und das Interesse dieses Schreibens zu untersuchen. Schnell wurde deutlich, dass private Tagebücher durchwoben sind von der Thematisierung problematischer Lebenssituationen, so wie sie zum alltäglichen Leben und Erleben dazu gehören. Individuelle Formen des Schreibens entwickeln die Autoren aber auch hier. Sichtbar geworden ist, dass das private Tagebuch vor allem die Bedeutung eines Gebrauchsgegenstands hat, der bei Bedarf oder für das tägliche Ritual hervor geholt wird. Das Tagebuch kann als Werkstatt betrachtet werden, als Werkstatt für Persönlichkeit, Literatur, Denken, Beobachten, Arbeit und Kunst.
Deutlich geworden ist, dass Autoren privater Tagebücher charakteristische Formen des Schreibens entwickeln. Darüber hinaus prägt das reflexive Schreiben die Aufzeichnungen, selbst dann, wenn es eher unscheinbar in impliziten Formen einfließt. Es lässt sich auch feststellen, dass die Funktion der Reflexion mit der Funktion des Tagebuchs verbunden ist."

_A. Ott: Zwischen Pflichterfüllung und Reiselust - Als Krankenschwester im Orient. Eine Analyse von Briefen und Fotographien aus dem Ersten Weltkrieg, Magisterarbeit zur Erlangung des Magister Artium der Philologischen, Philosophischen und Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau, SoSe 2004.
"Wie bereits beschrieben, gibt es nur wenige wissenschaftliche Arbeiten, die sich bisher mit (Kriegs-) Krankenschwestern im Ersten Weltkrieg beschäftigen. Das daraus resultierende sozial- und alltagsgeschichtliche Forschungsdesiderat legt nahe, sich eingehender mit dem (Alltags-) Leben der Krankenschwester im Krieg, d.h. in der Etappe bzw. in Frontnähe, zu befassen, über ihr subjektives Erleben des Krieges und über die in Kommunikationsprozessen stattgefundene Weitergabe dieser erlebten Wirklichkeit zu forschen. [...] Auf der Suche nach einem geeigneten „Forschungsobjekt“ stieß ich im Deutschen Tagebucharchiv e.V. in Emmendingen auf Briefe, Postkarten und Fotographien der Rotkreuz-Schwester Charlotte S. [...]"

_J. Dilger: Frauen be-schreiben ihre Zeit. Deutsche Tagebücher 1944-48, Magisterarbeit im Fachbereich Historische Erziehungswissenschaften, Humboldt Universität zu Berlin, 2004.
"Die von mir ausgewählten Ego-Dokumente sind Tagebücher. Aufgrund meiner Fragestellung(en) und meines Interesses an der subjektiven Sicht auf einen historischen Geschichtsverlauf, war es mir wichtig, unveröffentlichte Diarien von unbekannten Frauen zu analysieren. [...] Das Deutsche Tagebucharchiv im südbadischen Emmendingen bietet sich für eine Recherche nach unveröffentlichten Tagebüchern geradezu an. Hier wurden seit 1998 über 1100 Tagebücher und weitere autobiographische Texte von unbekannten Personen gesammelt, die bereits größtenteils archiviert sind. Meinen Auswahlkriterien entsprechend fand ich dort schließlich die beiden hier analysierten Tagebücher von Luise S. und Edeltraut W."

_J. Klein-Hitpaß: Feldpostbriefe eines Ehepaares 1940 bis 1945, Magisterarbeit zur Erlangung der Würde der Magistra Artium der Philologischen, Philosophischen und Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i. Br., WiSe 2004/05.
"Es ist davon auszugehen, daß auch in Archiven und Museen zahlreiche Briefwechsel aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten sind. Zu diesen zählt beispielsweise das Deutsche Tagebucharchiv e.V. (DTA) in Emmendingen. Im Rahmen eines im Jahr 2003 absolvierten Praktikums im Deutschen Tagebucharchiv arbeitete die Verfasserin der folgenden Arbeit unter anderem an der inhaltlichen Erschließung eines unveröffentlichten und unbearbeiteten Feldpostbriefwechsels. [...] Aus diesem Grunde bot es sich an, die Briefe im Rahmen einer Magisterarbeit im Fach Geschichte an der Universität Freiburg näher zu untersuchen."

_A Watson: Self-deception and Survival: Mental Coping Strategies on the Western Front, 1914-18, in: Journal of Contemporary History 41(2), 2006, 247-268.

_D. Schlick: Apotheken im totalitären Staat – Apothekenalltag in Deutschland von 1937 bis 1945. Dissertation mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Christoph Friedrich. Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie 85, 2008.

_H. Weckerlin: Südbaden 1945 – Das Ende des Krieges im Spiegel persönlicher Aufzeichnungen, Hauptseminararbeit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Deutsch/Geschichte, SoSe 2007.
"Einen guten Einblick in persönliche Erlebnisse und Gedanken versprechen Tagebücher und Briefe. Bislang publizierte Texte entstanden vorwiegend in der amerikanischen, der britischen oder der sowjetischen Zone und meist in Großstädten wie Berlin oder Hamburg. Veröffentlichungen über den Einmarsch der französischen Streitkräfte in das ländliche und kleinstädtisch strukturierte Südwestdeutschland sind hingegen kaum vorhanden. Die vorliegende Arbeit versucht, anhand dreier Tagebücher und eines Briefes zu erkunden, wie Südbadener das Ende des Krieges und die erste Besatzungszeit erlebte. (Die hier behandelten Texte gehören zu den Beständen des Deutschen Tagebucharchivs (DTA) in Emmendingen. Die Lebensdaten der Verfasser sind, soweit nicht anders gekennzeichnet, den kurzen Dossiers entnommen, die das EDV-System des Archivs zu jeder Signatur enthält.)"

_F.Maier: Wenn nichts mehr bleibt ... Hoffnung in Krisensituationen, Eine pastorale Untersuchung anhand von Tagebüchern aus dem Zweiten Weltkrieg, Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 2007
Publikation im Echter Verlag, Würzburg 2008

"Das Tagebuch gilt in den Augen vieler als ein sehr wahrhaftiges Selbstzeugnis. Maurice Chapelan entdeckt im Journal intime gar „I´humain dans sa nudité primitive ». Das Tagebuch spiegelt jedoch nicht nur Persönliches, sondern ist auch ein zeitgeschichtliches Dokument. Indem im Tagebuch Begebenheiten eines Tages aus der Sicht eines Subjekts dargestellt und reflektiert werden, wird es zu einem Geschichtsbuch besonderer Art: „Das Tagebuch registriert tägliche Anregungen, die das Ich als privates Individuum und als gesellschaftlicher Zeitgenosse zugleich erfährt. Das Diarium wird zur geschichtlichen Zeugenaussage dieses Ich; im Tagebuch legt es Zeugnis ab von sich und ‚seiner’ Welt, von sich und ‚seiner’ Zeit. In diesem Sinn ist das Tagebuch ein repräsentativ-subjektives Geschichtsbuch; in seinen Aufzeichnungen begegnet der Leser einer individuellen historischen Existenz.
Durch die Verbindung von Ich und Welt können objektive Wahrheiten (wie historische Fakten) aus dem Tagebuch jedoch nur bedingt herausgelesen werden. Die diaristische Wahrheit muss nicht identisch sein mit der des Empirisch-Faktischen. „Schließlich wird alle Wirklichkeit verwandelt im Subjekt.“ Immer bleibt der subjektive Blick auf die Dinge; persönliche Erfahrungen, der Augenblick der Niederschrift, die momentane Stimmung wie auch unzureichende Information und Einsicht bestimmen die Perspektive mit. Tagebuchtexte sind darum nicht mit Blick auf zeitgeschichtliche Ereignisse, sondern als subjektive Äußerungen authentisch. Persönliche Einstellungen, Deutungsmuster und Selbstkonstruktionen werden darin deutlich. Selbstverständlich gewinnt der Leser eines Tagebuchs keinen vollständigen Eindruck von einer Person oder einem Leben, da die Eintragungen oft unregelmäßig und auf bestimmte Lebensphasen oder Gefühlslagen beschränkt sind. Er kann aber unter vielerlei Hinsicht rekonstruieren, wie sich ein diarisches Ich selbst darstellt.
Mit der Errichtung des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen im Jahr 1998 und der wachsenden Zahl dort archivierter Dokumente lässt sich die Forschung an Selbstzeugnissen privater Personen wesentlich vorantreiben."

_K. Behrens: Freundschaften zwischen Frauen im 19. Jahrhundert: Gesellschaftssystem und Geschlechtsspezifik, Magisterarbeit zur Erlangung der Würde der Magistra Artium der Philologischen, Philosophischen und Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., WiSe 2007/08.

_U. Garth: Arbeitslosigkeit als pastorale Herauforderung. Analyse der Situation zweier Arbeitsloser anhand ihrer Tagebücher, Diplomarbeit Universität Freiburg, 2007.
"In einem zweiten Schritt wird der Akzent der Wahrnehmung auf die Arbeitslosigkeit als persönliches Schicksal gelegt. Dabei werden die individuellen Folgen und Auswirkungen mit Hilfe von Tagebüchern Arbeitsloser untersucht und zusammengestellt. [...] Die in der Arbeit untersuchten Tagebücher von Karl B. und Susanne Sch. stammen aus dem Deutschen Tagebucharchiv e.V. in Emmendingen. Diese wurden durch den Verfasser und die Verfasserin selbst an das Archiv übergeben."

_M.-A. Marschewski: Narrative Identitätskonstruktionen und subjektives Krankheitserleben in den Tagebuchaufzeichnungen erkrankter Menschen. Eine textrekonstruktive Analyse von Krankheitstagebüchern, Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der wirtschaft- und verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i. Br., Abteilung für Rehapsychologie des Psychologischen Institutes, SoSe 2007.
"Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, wie Menschen die Erfahrung einer schweren Erkrankung wahrnehmen, bearbeiten und in das bisherige Selbstbild integrieren. Als Zugang zu den Lebenswirklichkeiten und individuellen Krankheitskonstruktionen dienen die Tagebuchaufzeichnungen von vier Personen mit Tumorerkrankungen und HIV. [...] Datengrundlage sind bisher von der Wissenschaft unbeachtete Tagebuchaufzeichnungen, die vorwiegend aus dem Bestand des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen stammen."

_A. Kochinka: Psychisches Geschehen im Tagebuch. Kulturpsychologische Fallstudien, Habilitationsschrift zur Erlangung der venia legendi für Psychologie im Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Hannover, 2004.
"Das Deutsche Tagebucharchiv e. V. in Emmendingen sammelt seit nunmehr sechs Jahren autobiographische Dokumente, darunter Tagebücher, und ermöglicht es, für wissenschaftliche Zwecke auf diese Dokumente zuzugreifen. Ich danke dem Büroleiter, Herrn Gerhard Seitz, nicht weniger aber allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die freundliche Aufnahme, vor allem aber für ihre unschätzbaren Dienste, die nicht nur mir, sondern allen (potentiellen) Nutzern des Archivs zugute kommen. Es mag bedenklich erscheinen, daß eine Institution, die einen wichtigen Baustein zur Bildung von gesellschaftlicher, kollektiver Erinnerung liefert, nicht mehr ohne ehrenamtliches Engagement arbeitsfähig erscheint – umso mehr ist gerade jenen zu danken, die ohne Gegenleistung eine Arbeit verrichten, die für uns alle, sei es direkt, sei es vermittelt, von Nutzen ist."

_K. Wölki: Krieg als Reise – Die Wahrnehmung Frankreichs durch deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg, Magisterarbeit zur Erlangung der Würde der Magistra Artium der Philologischen, Philosophischen und Wirtschafts- und Verhaltenswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwig-Universität Freiburg i. Br., WiSe 2007/08.
"Daher handelt es sich bei dem Bild "Krieg als Reise" weniger um ein Oxymoron als um eine Möglichkeit, militärischen Dienst oder einen Krieg an sich wahrzunehmen und zu interpretieren. Ob und inwieweit dieses Wahrnehmungsmuster speziell bei deutschen Soldaten existierte, die während des Zweiten Weltkrieges in Frankreich eingesetzt wurden, versucht diese Arbeit anhand elf ausgewählter Quellen zu verdeutlichen und zu belegen. Der Quellenkorpus umfaßt dabei Feldpostbriefe und Tagebücher in etwa zu gleichen Teilen, während zusätzlich ein Fotoalbum in die Analyse eingebunden wird. [...] Eine weitere Schwierigkeit stellt die Selektivität von edierten Quellen dar. [...] Doch um diesen Punkt zu entschärfen, wurden gleichzeitig unveröffentlichte Originalquellen aus den Beständen des Deutschen Tagebucharchivs in Emmendingen (DTA) zur Analyse herangezogen, die von Dritten weder gekürzt worden sind noch in irgendeiner Weise Ausschnitte darstellen."

Literaturhinweise

Bechmann, Denis/ Mestrup Heinz (Hrsg.): "Wann wird das Morden ein Ende nehmen?" Feldpostbriefe und Tagebucheinträge zum Ersten Weltkrieg, Erfurt 2008.

Bernfeld, Siegried: Trieb und Tradition im Jugendalter. Kulturpsychologische Studien an Tagebüchern, Leipzig 1931 (Nachdruck Frankfurt/Main 1978).

Boerner, Peter: Tagebuch, Stuttgart 1969.

Bräuer, Gerd: Schreiben als reflexive Praxis. Tagebuch, Arbeitsjournal, Portfolio, Freiburg 2003.

Bronnen, Barbara: Die Stadt der Tagebücher. Vom Festhalten des Lebens durch Schreiben, Frankfurt/Main 1996.

Buchholz, Magdalena: Die Anfänge der deutschen Tagebuchschreibung, Münster 1983 (Erstausgabe 1941).

Dusini, Arno: Tagebuch. Möglichkeiten einer Gattung, München 2005.

Elit, Stefan (Hrsg.): Das Ich in der frühen Neuzeit: Autobiographien - Selbstzeugnisse - Ego-Dokumente in geschichts- und literaturwissenschaftlicher Perspektive, Köln 2005.

Frank, Anne: Tagebuch, Fassung von Otto Frank und Mirjam Pressler, Frankfurt/Main 2004.

Görner, Rüdiger: Das Tagebuch. Eine Einführung, München 1986.

Gräser, Albert: Das literarische Tagebuch. Studien über Elemente des Tagebuchs als Kunstform, Saarbrücken 1955.

Greyerz, Kaspar v. (Hrsg.): Von der dargestellten Person zum erinnerten Ich. Europäische Selbstzeugnisse als historische Quellen (1500 - 1850), Köln u.a. 2001.

Gugulski, Grzegorz: Die Selbstdarstellung im Tagebuch am Beispiel des Tagebuchs Witold Gombrowicz', S. 2002.

Hocke, Gustav René: Europäische Tagebücher aus vier Jahrhunderten. Motive und Anthologie, Frankfurt/Main 1991.

Jurgensen, Manfred: Das fiktionale Ich. Untersuchungen zum Tagebuch, Bern 1979.

Kempowski, Walter: Das Echolot. Abgesang ´45. Ein kollektives Tagebuch, München 2005.

Kempowski, Walter: Das Echolot. Barbarossa ´41. Ein kollektives Tagebuch, München 2002.

Kempowski, Walter: Das Echolot. Ein kollektives Tagebuch, Januar und Februar 1943, 4 Bde., Frankfurt/Main 1993.

Maier, Friederike: Wenn nichts mehr bleibt ... Hoffnung in Krisensituationen. Eine pastoraltheologische Untersuchung anhand von Tagebüchern aus dem Zweiten Weltkrieg, Würzburg 2008.

Marschewski, Marie-Amal: Narrative Identitätskonstruktionen und subjektives Krankheitserleben in den Tagebuchaufzeichnungen erkrankter Menschen, Freiburg 2007.

Melchior, Anke: "Liebesprobleme waren schon immer ein Anlass für mich, Tagebuch zu führen." Liebe, Ehe und Partnerschaft in Frauentagebüchern, Königstein/Taunus 1998.

Melchior, Anke: Mädchen- und Frauentagebücher seit dem Mittelalter. Eine Bibliographie von veröffentlichten Tagebüchern in dt. Sprache, in: Bios 5 (1992), S. 271-314.

Messerli, Alfred: Der papierene Freund. Literarische Anregungen und Modelle für das Tagebuchführen, in: Greyerz, Kaspar von / Medick, Hans / Veit, Patrice (Hrsg.): Von der dargestellten Person zum erinnerten Ich. Europäische Selbstzeugnisse als historische Quellen (1500-1850), Köln 2001, S. 299-232.

Misch, Georg: Geschichte der Autobiographie, Bd.I,1, Frankfurt/Main 1949.

Misch, Georg: Geschichte der Autobiographie, Bd.I,2, Frankfurt/Main 1950.

Nieden, Susanne zur: Alltag im Ausnahmezustand. Frauentagebücher im zerstörten Deutschland 1943 bis 1945, Berlin 1993.

Niemeyer, Doris: Die intime Frau. Das Frauentagebuch - eine Überlebens- und Widerstandsform, Frankfurt/Main 1986.

Niggl, Günter (Hrsg.): Die Autobiographie. Zu Form und Geschichte einer literarischen Gattung, Darmstadt 1998.

Raffelsiefer, Gisela: Zwischen den Zeilen - im Schreiben sich selbst entdecken. Eine qualitative Studie zu psychologischen und therapeutischen Wirkungen des Tagebuchschreibens, Frankfurt/Main 2003.

Risse, Stefanie: Liebes Tagebuch - Caro Diario! Europäische Tagebucharchive im Vergleich: Das Archivio Diaristico Nazionale und das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen, in: L'HOMME. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft 21 (2010), S. 89-96.

Rühle, Alex: Tagebücher. Was vom Alltag übrig blieb, in: GEO 1 (2005), S. 108-119.

Schönborn, Sibylle: Das Buch der Seele. Tagebuchliteratur zwischen Aufklärung und Kunstperiode, Tübingen 1999.

Schulze, Winfried: Ego-Dokumente. Annäherung an den Menschen in der Geschichte, Berlin 1996.

Sievers, Karl Rudolf: Als Soldat im Zweiten Weltkrieg, 1939 bis 1945. Eine Dokumentation aus Kriegsbriefen und Tagebucheintragungen, Windhoek 2003.

Soff, Marianne: Jugend im Tagebuch. Analysen zur Ich-Entwicklung in Jugendtagebüchern verschiedener Generationen, Weinheim u.a. 1989.

Thoma, Nicole: Die Arbeit der Lesegruppe im Deutschen Tagebucharchiv e.V. Eine erwachsenenbildnerische Konzeption, Freiburg 1999.

Troschke, Frauke von: Jeder hat das Recht, gehört zu werden. Das Deutsche Tagebucharchiv Emmendingen, in: Müller, Peter (Hrsg.): Individualisierung von Geschichte, neue Chancen für die Archive? Vorträge des 67. Südwestdeutschen Archivtags am 23. Juni 2007 in Eppingen, Stuttgart 2008, S. 50-59.

Wagner-Engelhaaf, Martina: Autobiographie, Stuttgart/Weimar 2005.

Waldmann, Günter: Autobiografisches als literarisches Schreiben. Kritische Theorie, moderne Erzählformen und -modelle, literarische Möglichkeiten eigenen autobiografischen Schreibens, Baltmannsweiler 2000.

Wuthenow, Ralph-Rainer: Europäische Tagebücher. Eigenart, Formen, Entwicklung, Darmstadt 1990.

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