DEUTSCHES TAGEBUCHARCHIV

Führungen / Schule / Seminare

Tagebücher im Unterricht

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Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des DTA Jutta Jäger-Schenk ermöglichte Ende Februar Schülern der Markgrafen-Realschule Emmendingen Tagebucheinblicke für ihr Geschichts-Themenprojekt „Nationalsozialismus“ (Bilder). Die thematische Nutzung durch Schüler-Gruppen wird sich in den kommenden Monaten wohl noch erheblich ausweiten.

Zu den interessanten wissenschaftlichen Arbeiten, die mit Hilfe von Quellenmaterial des DTA entstanden sind, zählt die die Arbeit von Svantje Meyer-Ravenstein "Flucht und Vertreibung aus dem Osten am Ende des Zweiten Weltkriegs in Ego-Dokumenten und deren Nutzung im Geschichtsunterricht".
Beispielhaft führt sie aus, wie wertvoll der zielgerichtete Einsatz von Tagebüchern im Geschichtsunterricht sein kann, wenn dieser entsprechend von der Lehrerin oder dem Lehrer vorbereitet wird.
>>> HIER finden Sie das Kapitel "Geschichte denken statt pauken - Ego-Dokumente im Geschichtsunterricht".

Schulpräsident Specker: "Historisches Wissen wird für Schüler begreifbar"

Die Zahl der Schulklassen, die das Deutsche Tagebucharchiv als Unterstützungsangebot für den Geschichts- und Deutschunterricht nutzen, hat in den vergangenen Monaten kontinuierlich zugenommen. Zu einem Informationsaustausch über zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten für Lehrer und Schüler der Region konnten die DTA-Verantwortlichen im Herbst 2010 Schulpräsident Siegfried Specker vom Regierungspräsidium Freiburg (Mitte) zusammen mit Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, im Alten Rathaus begrüßen. Begleitet wurde der Schulpräsident von Regierungsschulrat Martin Voßler.
Nach dem Betrachten wertvoller Zeitzeugnisse konnte der Schulpräsident einige Minuten lang eine Schulklassen-Führung live miterleben. Spontan nutzte der erfahrene Pädagoge und ehemalige Schulleiter dabei die Gelegenheit, um mit den Schülern des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Gundelfingen über Tagebücher ins Gespräch zu kommen. „Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Geschichte anhand von Tagebüchern „lebendig“ zu vermitteln – so wie es durch Schulbücher allein kaum möglich ist. Dabei bieten wir ergänzend zum Unterricht die Möglichkeit, dass Schüler selbst zu Forschern werden,“ betonte DTA-Vorsitzende Frauke v. Troschke.
„Es hat mich beeindruckt, mit welchem Engagement und mit welcher Leidenschaft eine Vielzahl von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern hier im Deutschen Tagebucharchiv tätig sind und mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag leisten, dass historisches Wissen auch für viele junge Menschen anschaulich und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar wird. Ich freue mich, dass die Angebote des DTA von unseren Schulen auch entsprechend wahrgenommen und genutzt werden“, resümierte Siegfried Specker seinen Besuch.

Gutes Beispiel: Geschichts-Arbeit (GFS) einer Schülerin

Zu Beginn des Jahres 2010 verfasste Irene Rücker als Schülerin des Rotteck-Gymnasiums Freiburg eine GFS im Fach Geschichte zum Thema "Das Kriegsende 1945 in deutschen Tagebüchern". Sie nutzte für ihre beispielhafte Arbeit den Quellenbestand des DTA.
>>> HIER finden Sie unter anderem die Gliederung, die Einleitung und das Fazit von Irene Rücker.


Schulklassen und Studentengruppen sind im DTA willkommen!
In den Jahren 2008 und 2009 nutzten pro Monat durchschnittlich zwei Schulklassen und Seminargruppen - neben vielen anderen Gruppen - das Führungsangebot des Deutschen Tagebucharchivs.
Die Klasse 8b der Lessing-Realschule Freiburg gestaltete im Juni 2008 sogar einen informativen Beitrag für die Schulhomepage (mit
ausführlicher Besuchsbeschreibung) aus dem ihre Begeisterung für die spannenden Zeitzeugnisse und die lebendig gestaltete Führung durch Frau Dr. van Husen (Bild) hervorgeht.

Öffnungszeiten und Führungen

Das Archiv ist für Besucher montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und dienstags und mittwochs von zusätzlich 15 bis 17 Uhr geöffnet.

Nutzer bitten wir um vorherige telefonische Anmeldung und Terminabsprache. Nach entsprechender Vereinbarung stehen die Recherche-Räume des DTA in der Regel montags und freitags von 9.30 bis 12.30 sowie dienstags bis donnerstags von 9.30 bis 17 Uhr durchgehend zur Verfügung.

Führungstermine sollten frühzeitig vereinbart werden. Gruppenführungen (Mindestpersonenzahl: 8 Personen // Dauer: etwa eine bis eineinhalb Stunden) werden in der Regel von Montag bis Freitag jeweils vor- und nachmittags sowie am Abend angeboten. Wochenend-Führungen werden nur ausnahmsweise und für größere Besuchergruppen - zu erhöhten Kosten angeboten.
Entsprechend der Gruppen-Zusammensetzung (z. B. Schulklassen, Studenten- und Privatgruppen) können die Führungsschwerpunkte neben der allgemeinen Archiv-Vorstellung individuell zusammen mit uns abgesprochen werden.
Führungen für Schulklassen sollten unbedingt im Unterricht vor- und nachbereitet werden. Die inhaltliche Bandbreite der Schülerführungen reicht von der Bedeutung des autobiografischen Schreibens, über die Erfahrung von "lebendiger Geschichte" bis hin zum Einüben von selbstständiger Recherche. Eine Chance für Schüler und Lehrer, die bereits von vielen Schulklassen genutzt wurde.

Weiteres Angebot: Mittlerweile wurden bereits erste private Geburtstags-Jubiläen im DTA ausgerichtet. Eine solche Möglichkeit ist auch für verschiedene andere Anlässe denkbar.

Kosten für Gruppenführungen:
> Erwachsene 5,- Euro
> Studenten 3
,50 Euro
> Schüler 3,- Euro.

Die Gebührenordnung finden Sie hier.

Schülerprojekte

"Tagebücher bieten viel mehr als wir erwartet hatten!"

"Wir freuen uns, dass sich Schülerinnen des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Gundelfingen das Deutsche Tagebucharchiv in Emmendingen als Ziel für ihren Girls-Day-Aktionstag ausgewählt haben!" Dies betonte Geschäftsstellen-Leiter Gerhard Seitz bei der Begrüßung der fünf Sechstklässlerinnen Mitte April 2011 im Archivierungszimmer des alten Rathauses. I

Innerhalb eines Tages lernten die Mädchen die vielfältigen Arbeiten und Nutzungsmöglichkeiten der bundesweit einmaligen Einrichtung kennen. Zunächst ermunterte die Leiterin des Archivierungsteams Irmgard Nölkensmeier (Bild oben, Mitte) tatkräftig mit Hand anzulegen. So verging die erste Stunde durch das Katalogisieren von mehrbändigen Tagebuch-Neueingängen wie im Fluge.

Anschließend wurden die Gundelfinger Gymnasiastinnen von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Jutta Jäger-Schenk zur Textstellen-Suche (Bild) und zur Datenbank-Nutzung angeleitet.

Themenorientiertes Arbeiten stand am Nachmittag auf dem Programm. Lesegruppen-Leiterin Dr. Christa van Husen (links) hatte aus dem Bereich "Nationalsozialismus / Zweiter Weltkrieg" Textpassagen aus dem DTA-Bestand ausgewählt, die von den Schülerinnen "erforscht" werden konnten.

Getreu dem Motto "Vom Schüler zum Forscher" erhielten die fünf Schülerinnen vielfältige Einblicke in die Tagebücher des Deutschen Tagebucharchivs. Das Gruppenbild zeigt sie gemeinsam mit den DTA-Mitarbeiterinnen Jutta Jäger-Schenk (Wiss. Mitarbeiterin, links) und Hanna Schirmer (Studentin der Universität Freiburg, rechts).

"Der Aktionstag bot viel mehr, als wir erwartet hatten. Wir haben weder erwartet, dass es so viel Arbeit gibt, noch dass es so richtig Spaß macht, im Deutschen Tagebucharchiv mitzuarbeiten. Tagebücher können wirklich spannend sein!, resümmierten die engagierten Schülerinnen ihren Tag im DTA.

Schülerprojekt: "Die erste Mondlandung"

Mittlerweile nutzen nicht nur Wissenschaftler den Quellenbestand, sondern zunehmend auch Schüler-Projektgruppen. Beispielsweise recherchierten kürzlich hier drei Schülerinnen der Fritz-Boehle-Hauptschule Emmendingen zum Tagebuch-Thema "Erste Mondlandung am 20. Juli 1969". Die beiden Fotos entstanden anlässlich der Präsentations-Veranstaltung in der Schulaula.

Erstes dreitägiges Kompaktseminar im DTA

Anknüpfend an die gute Zusammenarbeit in früheren Semestern initiierte der Freiburger PH-Dozent Christian Heuer im Mai 2010 erstmals ein mehrtägiges Kompaktseminar „Zeitenwenden – Wendezeiten: Ego-Dokumente und historisches Lernen" in unseren neuen Räumlichkeiten. Am Seminar, das in Kooperation mit dem DTA und dem "Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der historischen Lehr- und Lernforschung" (Prof. Dr. Handro/Dr. Thünemann) der Universität Münster durchgeführt wurde, nahmen rund 40 StudentInnen teil. "Ich möchte mich recht herzlich bei Ihnen für die hervorragenden Arbeitsmöglichkeiten in Ihrem Archiv bedanken und vor allem für die engagierte Unterstützung von Ihnen und Ihren Mitarbeitern. Die Rückmeldungen der Studierenden sind durchweg positiv", lautete das Fazit von Prof. Dr. Saskia Handro zur guten Zusammenarbeit mit den DTA-Mitarbeitern.

Das Gruppenbild entstand im Sitzungssaal des neuen Rathauses nach der Begrüßung durch Kulturamtsleiter Hans-Jörg Jenne.

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